US-Präsident Donald Trump hat zum Auftakt seiner fünftägigen Asienreise eine Waffenruhe zwischen Thailand und Kambodscha vermittelt. In Kuala Lumpur unterzeichneten die Regierungschefs Anutin Charnvirakul und Hun Manet am Sonntag ein erweitertes Abkommen zur Beendigung eines fünftägigen Grenzkonflikts im Juli, bei dem mindestens 48 Menschen getötet und rund 300.000 vertrieben worden waren.
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«Die Vereinigten Staaten werden mit beiden Nationen intensive Handelsbeziehungen pflegen – unter der Voraussetzung, dass sie in Frieden leben», erklärte Trump bei der Zeremonie. Der US-Präsident hatte beiden Ländern offen mit dem Stopp laufender US-Handelsgespräche gedroht, sollten sie die Feindseligkeiten nicht beenden. Kambodschas Premier Manet lobte Trumps Rolle als Vermittler und schlug ihn für den Friedensnobelpreis vor – eine Würdigung seines «aussergewöhnlichen Staatsmanngeistes».
Das neue Abkommen sieht unter anderem den Rückzug schwerer Waffen, die Räumung von Landminen sowie die Freilassung von achtzehn gefangenen kambodschanischen Soldaten durch Thailand vor. Hun Manet sprach von einem möglichen Neubeginn: «Dieses Abkommen kann der Grundstein für einen dauerhaften Frieden sein – und hilft uns, die Beziehungen zu heilen.»