US-Präsident Donald Trump ist laut Regierungsvertretern bereit, den Militäreinsatz gegen den Iran auch dann zu beenden, wenn die Strasse von Hormus weitgehend geschlossen bleibt. Dies berichtet das Wall Street Journal.
Demnach geht die US-Regierung davon aus, dass eine gewaltsame Öffnung der wichtigen Wasserstrasse den Konflikt deutlich verlängern würde. Trump habe entschieden, zunächst zentrale militärische Ziele zu erreichen, darunter die Schwächung der iranischen Marine und der Raketenbestände, und anschliessend die Kampfhandlungen zu beenden. Parallel solle diplomatischer Druck aufgebaut werden, um den freien Handel wiederherzustellen.
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Sollte dies scheitern, könnten Verbündete in Europa und der Golfregion eine führende Rolle bei der Öffnung der Route übernehmen. Militärische Optionen bleiben laut Regierungsangaben bestehen, haben derzeit jedoch keine Priorität.
Die Strasse von Hormus ist eine der wichtigsten Energierouten weltweit. Rund 20 Prozent des globalen Ölangebots werden dort transportiert. Eine anhaltende Blockade belastet die Weltwirtschaft und treibt Energiepreise.