Trump zieht die Schlinge um den Iran zu. Doch die Verbündeten im Golf stellen sich quer – warum?
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Trump zieht die Schlinge um den Iran zu. Doch die Verbündeten im Golf stellen sich quer – warum?

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US-Präsident Donald Trump hat den Iran gewarnt, dass «die Zeit knapp wird», um eine Einigung über sein Atomprogramm zu erzielen. Eine «massive Armada» bewege sich «schnell, mit grosser Kraft, Enthusiasmus und Entschlossenheit» auf den Iran zu.

Über Ziele und Mission einer möglichen Militärintervention lässt Trump das iranische Regime – und die Welt – im Ungewissen. Laut Gerüchten sind die Tage des Regimes gezählt.

JOSE LUIS MAGANA / KEYSTONE
President Donald Trump speaks during the launch of a program known as Trump Accounts at the Andrew W
JOSE LUIS MAGANA / KEYSTONE

«Trump will Bedingungen für einen ‹Regimewechsel› im Iran schaffen», zitiert die Times of Israel US-Quellen.

Doch die USA sehen ihre Optionen für eine Intervention eingeschränkt. Dies ausgerechnet durch zwei enge Verbündete im Golf.

Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate haben angekündigt, dass sie ihren Luftraum für mögliche Militärschläge gegen den Iran sperren werden.

Das Königreich werde «nicht zulassen, dass sein Luftraum oder sein Territorium für militärische Aktionen gegen den Iran genutzt werden», liess der De-facto-Herrscher, Kronprinz Mohammed bin Salman, nach einem Telefongespräch mit dem iranischen Präsidenten verlauten.

Saudi-Arabien und die Emirate befürchten, in einen Konflikt mit dem Iran hineingezogen zu werden. Die Furcht kommt nicht von ungefähr. 2019 waren beide Länder Ziele von Angriffen des Iran und dessen Stellvertreter.

Ausserdem warnen beide Staaten vor Unruhen in der Region, die sich auf den Handel negativ auswirken würden.

Auch Israel scheint Trump zu bremsen. Letztes Jahr hatte man noch vereint den Iran ins Visier genommen. Doch dabei wurde offenbar das Arsenal an konventionellen Waffen weniger stark zerstört als erhofft.

Tausende ballistischer Raketen seien nicht nennenswert beschädigt worden, schreibt das Wall Street Journal, «sodass [Teheran] weiterhin in der Lage ist, den USA und ihren Verbündeten im Nahen Osten ernsthaften Schaden zuzufügen.»

Ein gewichtiger Einwand gegen eine US-Intervention wird indes nicht öffentlich ausgesprochen: Mehr als Chaos und Krieg dürfte Saudis und Emirate einen stabilen Iran unter neuer Führung fürchten. Solange das Mullah-Regime unter Sanktionen steht und militärisch zurückgebunden ist, kommt dies den Golfstaaten zugute.

Sollte nach einem Sturz des Regimes eine neue, freiheitlichere Regierung den Iran anführen und das ökonomische Potenzial entfalten, dürfte den aktuellen Dominatoren am Golf ein mächtiger Konkurrent erwachsen.

Dies liegt selbstredend nicht in deren Interesse. Daher leben sie besser Seite an Seite mit einem brutalen Regime in Zwangsjacke. Und wehren sich gegen dessen militärische Vernichtung durch die USA.

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