Die staatstreuen Medien feiern ihren Kanzler. Krasse Blutgrätsche. Donald Trumps Friedensplan ausgebremst, Zeit gewonnen, das Schlimmste verhindert. O-Ton Friedrich Merz: «Frieden in der Ukraine gibt es nicht über Nacht.»
Doch, den hätte es gegeben, wenn die Europäer den USA nicht in den Arm gefallen wären. Ultimativ hatte Trump verkündet: Ab nächsten Donnerstag schweigen die Waffen. Keine Rede mehr davon.
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Sehen wir uns das mit ukrainischen Augen an. Nicht mit denen von Selenskyj und seiner Kamarilla, sondern mit denen einer einfachen Bürgerin.
Sie will, gemeinsam wohl mit einer Mehrheit ihrer Landsleute, nur eines: dass der Krieg endet, egal wie und unter welchen Bedingungen. Sie will nicht mehr mit ihrer Tochter nachts in den Luftschutzkeller hetzen. Sie will nicht halbe Tage ohne Strom, Heizung und heisses Wasser existieren. Sie will nicht auch noch ihren Sohn verlieren, nachdem bereits ihr Mann gefallen ist.
Genug ist genug. Da war Trumps Plan ein Hoffnungsschimmer. Nicht irgendwann würden die Waffen schweigen, sondern nächste Woche schon.
Aber nicht mit Merz und Konsorten. Sie pulverisierten diese Hoffnung. Der Kanzler sagt zwar, dass er auch Frieden wolle. Nur eben nicht so schnell.
Er soll das mal der Ukrainerin erklären.