Trumps neue Frau in Bern: Mit der neuen US-Botschafterin Callista Gingrich hat die Schweiz wieder einen direkten Draht zum US-Präsidenten. Ihr Gatte Newt Gingrich führte einst die «Republikanische Revolution» an
Der neue Direktkanal zwischen der Schweiz und Donald Trump heisst Callista Gingrich.
«Ich freue mich, Ihnen mitteilen zu können, dass Callista L. Gingrich unsere nächste Botschafterin der Vereinigten Staaten in der Schweiz sein wird», teilt der neugewählte US-Präsident via Truth Social mit.
Thank you, Mr. President! I am truly humbled and honored to be nominated to serve as the next U.S. Ambassador to Switzerland. 🇺🇸🇨🇭 pic.twitter.com/BenW9ogfZZ
epa11484396 Callista Gingrich, former Ambassador to the Holy See and wife of former House Speaker Newt Gingrich, delivers remarks during the third day of the Republican National Convention (RNC) at Fiserv Forum in Milwaukee, Wisconsin, USA, 17 July 2024. The convention comes days after a 20-year-old Pennsylvania man attempted to assassinate former president and current Republican presidential nominee Donald J. Trump. The 2024 Republican National Convention is being held 15 to 18 July 2024 in which delegates of the United StatesâÄ™ SHAWN THEW / KEYSTONE
2017–2021 hatte Gingrich bereits als Trumps Emissärin im Vatikan gedient.
Sie sei «wahrlich geehrt», für das Amt in Bern ausgewählt worden zu sein, erklärte Gingrich auf X.
«Callista ist eine Freundin der Schweiz», sagt ein enger Vertrauter Gingrichs zur Weltwoche. Trumps neue Frau in Bern hat Schweizer Wurzeln. Ihre Vorfahren mütterlicherseits stammen aus Chur. Ihr Vater war Pole.
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Ein «Plus» für die Schweiz ist auch der Ehemann der designierten Botschafterin.
Sie ist mit Newt Gingrich verheiratet, dem Anführer der «Republikanischen Revolution». 1994 eroberten die Republikaner unter Gingrich erstmals nach vierzig Jahren beide Kongresskammern.
Gingrich zählt zum engen Vertrautenkreis von Donald Trump. «Wir sind Brüder im Geist», sagte Gingrich im Interview mit der Weltwoche.
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Als Mehrheitsführer im Unterhaus (Speaker) sorgte Newt Gingrich in den 1990er Jahren federführend dafür, dass gegen den damalige Präsidenten Bill Clinton nach Auffliegen von dessen Affäre mit Monica Lewinsky ein Amtsenthebungsverfahren eingeleitet wurde.
Wie der Zufall – oder das Schicksal – es wollte, hatte Gingrich just zur selben Zeit eine Affäre mit einer Angestellten. Ihr Name: Callista. Seit 24 Jahren sind die beiden nunmehr ein Ehepaar.
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Die Geschäftsfrau, Autorin und Dokumentarfilm-Produzentin amtiert aktuell als Präsidentin und Vorstandsvorsitzende von Gingrich 360, einem Multimedia-Produktions- und Beratungsunternehmen mit Sitz in Arlington, Virginia.
Während ihrer Amtszeit als Botschafterin im Vatikan wurde Gingrich von Papst Franziskus in Anerkennung ihrer Verdienste um Kirche und Gesellschaft zur Grosskreuzdame (Dama di Gran Croce) des Ordens von Pius IX. ernannt. Dies entspricht der höchsten Auszeichnung, die vom Papst an Laien vergeben wird.
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