Im Iran hat das Regime die Macht offenbar wieder im Griff. Nachdem Sicherheitskräfte mutmasslich mehrere Tausend Menschen umgebracht haben, sind die Proteste dem Vernehmen nach abgeflaut.
US-Präsident Trump hatte letzte Woche die Demonstranten zum Durchhalten aufgerufen. «Iranische Patrioten, protestiert weiter», schrieb er auf seinem Social-Media-Kanal Truth Social. Er forderte sie zum Sturz des Regimes auf: «Übernehmt eure Institutionen!!!» Und er liess das iranische Volk wissen, «Hilfe ist unterwegs».
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Bis heute ist keine sichtbare Hilfe eingetroffen.
Zwar hatte Trump kurz vor seiner Hilfszusage gegen jedes Land, das Geschäfte mit dem Iran tätigt, einen Strafzollsatz von 25 Prozent «auf alle Geschäfte mit den Vereinigten Staaten von Amerika» verhängt. Weitere Schritte folgten jedoch nicht.
«Sind aktuell Hilfsmassnahmen für das iranische Volk in Planung?», wollte die Weltwoche von US-Finanzminister Scott Bessent wissen, der unser Magazin am World Economic Forum in Davos im kleinen Kreis zum Pressegespräch eingeladen hatte.
«Präsident Trump sagte, sein Ziel sei ein Ende des Tötens der iranischen Menschen. Die Lage scheint sich beruhigt zu haben. Und sie (die iranische Regierung) sagte 800 öffentliche Hinrichtungen ab.»
Auf den Einwand der Weltwoche, möglicherweise habe das Regime die Hinrichtungen bloss aufgeschoben, genaues wisse man zurzeit nicht, erwiderte Bessent mit einem Lächeln: «Nun, wir wissen es.»
In Davos ist der Iran nicht offiziell präsent. Aussenminister Abbas Araghtschi wurde kurzfristig ausgeladen. Aufgrund der gewaltsamen Niederschlagung von Protesten in seiner Heimat erklärten die Organisatoren, eine Teilnahme sei «nicht richtig».
Araghtschi hatte letzte Woche abgestritten, dass es in seinem Land zu Massentötungen gekommen sei. Er machte in einem Interview mit Fox News für alle Todesfälle eine «israelische Verschwörung» verantwortlich, die darauf abziele, eine grosse Zahl von Opfern zu verursachen.