Die Zahl der Firmenkonkurse in der Schweiz hat 2024 mit 11.506 Fällen einen neuen Höchststand erreicht, wie die Unternehmensgruppe Creditreform mitteilte. Dies entspricht einem Anstieg von 15 Prozent gegenüber 2023. Besonders deutlich bei Insolvenzen durch Überschuldung (+18%). Kantone wie Zug, Genf, Schwyz und das Waadtland waren stark betroffen, aber auch kleinere Kantone wie Nidwalden und Graubünden meldeten viele neue Fälle.
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Die Baubranche traf es am härtesten: Sie machte 22 Prozent aller Konkurse aus, gefolgt von Handel und den Unternehmensdienstleistungen (je 18%) sowie dem Gastgewerbe (11%).
Doch auch die Zahl der Neugründungen ist gewachsen: Im Jahr 2024 wurden fast 53.000 neue Firmen ins Handelsregister eingetragen – ein Anstieg um 2 Prozent. Über 70 Prozent der Neugründungen entfielen auf den Dienstleistungssektor.
Die Schweizer Wirtschaft wuchs 2024 mit 1,2 Prozent moderat, belastet durch schwache Exportnachfrage, steigende Produktionskosten und geopolitische Unsicherheiten. Während der private Konsum stabil blieb, prognostiziert Creditreform für 2025 erneut steigende Konkurszahlen, unter anderem aufgrund gesetzlicher Änderungen im Konkursrecht.