Ukraine, Klima, Migration: Warum Medien mit ihren Analysen in den letzten Jahren zuverlässig falsch liegen
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Ukraine, Klima, Migration: Warum Medien mit ihren Analysen in den letzten Jahren zuverlässig falsch liegen

Medien sind Kommunikationsmittel, die Informationen verbreiten. Da aber die Beschaffung und Verbreitung von Information Geld kostet, müssen Unternehmen, die Medien anbieten, Geld erwirtschaften. Besser noch: Gewinn.

Um auf dem Informationsmarkt zu bestehen, reicht es aber nicht aus, Information zu liefern. Nackte Fakten kauft einem keiner ab. Also muss man sie aufbereiten. Sie müssen spannend und kurzweilig präsentiert werden. Seit der Antike gibt es zu diesem Zweck zwei Unterhaltungsformate: die Tragödie und die Komödie.

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Ukraine, Klima, Migration: Warum Medien mit ihren Analysen in den letzten Jahren zuverlässig falsch liegen
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Also pressen Medien jede mögliche Information in eines der beiden Genres. In der Praxis bedeutet das: Ereignisse und Sachverhalte werden zu Skandalen, Katastrophen oder Sensationen hochgeschrieben. Oder sie werden verharmlost, schöngeredet und in Rosarot gezeichnet.

Also marschiert spätestens übermorgen der Russe ein, die Welt verglüht im klimatischen Super-GAU oder die Menschheit wird von einem Erkältungsvirus hinweggerafft. Vielleicht haben wir aber auch Glück und wir werden aufgrund der Migration in einer bunten und friedlichen Gesellschaft leben, müssen dank KI nicht mehr arbeiten, und es wird Milch und Honig ließen.

Welche Themen man als Tragödie und welche als Komödie abhandelt, hängt von der Ideologie der Medienmacher ab. Wetterphänomene werden in den etablierten Medien etwa im Modus der Tragödie abgehandelt, Einwanderung im Duktus der Komödie. Alternative Medienmacher drehen das Ganze um. Dort wird das Klima zur Posse und die Migration zu Weltuntergang. Und natürlich nehmen beide Seiten Sachlichkeit in Anspruch.

Doch Sachlichkeit ist das Letzte, was Homo sapiens interessiert. Homo sapiens möchte bespasst werden, von bunten Bildern und dicken Schlagzeilen. Also er ergötzt sich an Schrecken und Untergang oder träumt von heilen Welten. Im Grunde möchte der Mensch gar nicht informiert, sondern unterhalten werden.

Das wäre auch gar nicht schlimm, wenn die Medienmacher selbst nicht ihre ersten Opfer wären. Deshalb halten sie jede Schlagzeile, die sie verbreiten, für eine sachliche Information und jeden mit abweichender Meinung für einen Verbreiter von Fake News. Genau dieses Selbstmissverständnis ist das eigentliche Problem.

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