Die Ukraine erklärt die russische Frühjahrsoffensive für gescheitert, während Moskau gleichzeitig Geländegewinne meldet. Präsident Wolodymyr Selenskyj sagt in einer Videoansprache, die ukrainischen Streitkräfte hätten die strategischen Ziele Russlands vereitelt. Laut Reuters erklärte er, die Verteidigungslinien hätten gehalten, grössere Städte seien nicht gefallen.
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Russlands Militärführung stellt die Lage anders dar. Generalstabschef Waleri Gerassimow berichtet, russische Truppen hätten in den ersten beiden Märzwochen zwölf Ortschaften in der Ost- und Südukraine eingenommen. Details zu den betroffenen Orten nennt er nicht.
Weitere Angaben kommen aus den von Russland kontrollierten Gebieten. Der Verwaltungschef der Region Donezk, Denis Puschilin, meldet laut der Agentur Tass Fortschritte im Raum Kostjantyniwka. Die Stadt gilt als mögliches operatives Ziel russischer Kräfte im Donbass.
Das Institute for the Study of War berichtet ebenfalls über russische Vorstösse in diesem Frontabschnitt, gleichzeitig aber auch über ukrainische Gegenbewegungen.