Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj zeigt sich offen für die Einrichtung entmilitarisierter oder wirtschaftlich freier Zonen im Donbas – vorausgesetzt, Russland zieht seine Truppen ebenfalls zurück. In einem Interview erläuterte Selenskyj Einzelheiten eines 20-Punkte-Friedensplans, der vergangene Woche gemeinsam mit den USA in Florida entwickelt wurde, berichtet die Financial Times.
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Selenskyj betonte, ein Abzug schwerer Waffen sei nur denkbar, wenn auch Russland spiegelbildlich Truppen abziehe. Ein möglicher Kompromiss beinhalte zudem, dass die betroffenen Gebiete unter ukrainischer Verwaltung und Polizeiaufsicht blieben – etwa als «freie Wirtschaftszone». Ein vollständiger Gebietsverzicht komme für Kiew aber nicht in Frage.
Ein endgültiger Friedensvertrag soll laut Selenskyj einem Referendum unter allen ukrainischen Bürgern unterzogen werden. Auch die USA legten darauf Wert, sagte er. Die Vorschläge sehen zudem vor, dass Ukraine Sicherheitsgarantien ähnlich dem Nato-Bündnisfall erhält, später der EU beitritt sowie Wiederaufbauhilfen und ein Freihandelsabkommen mit den USA erhält.