Offenbar ist das seit Beginn des Krieges gang und gäbe, dass ukrainische Soldaten in der Schweiz Fronturlaub verbringen: Das Verteidigungsdepartement (VBS) gibt auf Anfrage der Weltwoche zu verstehen, dass es keine spezifische rechtliche Regelung gibt, betreffend Einreise von Angehörigen von ukrainischen Streitkräften. «Privatpersonen wie Armeeangehörige können Zeit in der Schweiz verbringen, wenn die üblichen Einreisebedingungen erfüllt sind», sagt eine VBS-Sprecherin.
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Das Tragen einer ausländischer militärischen Uniformen in der Schweiz muss allerdings durch das Militärprotokoll genehmigt werden. Es obliegt sodann auch der Grenzbehörde, festzustellen, ob bei der Einreise eine entsprechende Genehmigung vorliegt, ansonsten sind weitere Abklärungen nötig.
Ausserdem versorgt die Schweiz auch angeblich zivile Patienten aus der Ukraine medizinisch. Diese Personen werden eingeflogen und mit der Rega wieder retour gebracht. In diesem Rahmen wurden bis heute 27 Ambulanz-Flüge durchgeführt, heisst es dazu im VBS.
Es macht den Anschein, als ob die Eidgenossenschaft jetzt auch noch eine Art Club Mediterrané für Selenskyjs Krieger ist – mit All-inclusive-Ferien für ukrainische Soldaten.