Umfrage zeigt: Die Schweiz hat mehr Angst vor Aushöhlung der Demokratie als vor Krieg
Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Abonnemente
Jedes Abo eine Liebeserklärung an die Meinungsvielfalt.
AboDigital
Für alle, die Online lesen wollen
Alle Artikel online lesen
E-Paper inklusive
App (iOS & Android)
AboPrint & Digital
Printausgabe & digital jederzeit dabei
Wöchentliche Printausgabe
Alle Artikel online lesen
E-Paper inklusive
App (iOS & Android)
Sind Sie noch nicht überzeugt? Details zu den Abos
Die Weltwoche

Umfrage zeigt: Die Schweiz hat mehr Angst vor Aushöhlung der Demokratie als vor Krieg

Anhören ( 1 min ) 1.0× +
Umfrage zeigt: Die Schweiz hat mehr Angst vor Aushöhlung der Demokratie als vor Krieg
Umfrage zeigt: Die Schweiz hat mehr Angst vor Aushöhlung der Demokratie als vor Krieg
0:00 -0:00
1.0×
100%
Mehr ▾

Obwohl sich die Schweizer Bevölkerung grundsätzlich sicher fühlt, ist das Vertrauen in die Schlagkraft der eigenen Armee auf einem Tiefpunkt angelangt. Laut dem aktuellen Chancenbarometer des Think-Tanks Strategiedialog 21 bezweifeln drei Viertel der Befragten, dass die Schweizer Armee einen konventionellen militärischen Angriff abwehren könnte; bei hybriden Bedrohungen wie Cyberattacken oder Desinformation sind es sogar 80 Prozent. Diese Skepsis rührt unter anderem daher, dass die Gefahr eines militärischen Überfalls mit nur 6 Prozent als äusserst gering eingeschätzt wird. Viel stärker wiegen im Sicherheitsgefühl der Menschen innenpolitische Faktoren: Die grössten Sorgen bereiten der Bevölkerung die Kriminalität im öffentlichen Raum, die gesellschaftliche Polarisierung sowie eine mögliche Aushöhlung von Rechtsstaat und Demokratie.

Anthony Anex/Keystone
Die grössten Sorgen bereiten der Bevölkerung die Kriminalität im öffentlichen Raum, die gesellschaftliche Polarisierung sowie eine mögliche Aushöhlung von Rechtsstaat und Demokratie.
Anthony Anex/Keystone

Diese Verschiebung der Prioritäten zeigt sich auch in der schwindenden Bedeutung der Neutralität, die nur noch für 22 Prozent der Befragten ein zentraler Sicherheitsfaktor ist – wobei hier eine tiefe politische Kluft zwischen der SVP-Anhängerschaft und dem Rest der Parteienlandschaft besteht. Statt auf Alleingänge setzt eine deutliche Mehrheit von rund 72 Prozent auf eine engere sicherheitspolitische Zusammenarbeit mit den europäischen Nachbarstaaten, und auch eine Annäherung an die Nato findet bei über der Hälfte der Bevölkerung Zustimmung. Finanziell zeigt sich die Schweiz zwar bereit, verstärkt in Rüstungstechnologien zu investieren, lehnt jedoch starre Vorgaben nach internationalem Vorbild mehrheitlich ab. 64 Prozent der Befragten bevorzugen stattdessen ein flexibles Budget, das sich am tatsächlichen Bedarf der Armee orientiert.

Die Studie basiert auf einer repräsentativen Onlinebefragung, die Ende 2025 vom Forschungsinstitut Sotomo durchgeführt wurde. Dabei wurden über 5200 Personen aus allen Sprachregionen der Schweiz befragt. Der statistische Fehlerbereich der Erhebung liegt bei etwa 1,4 Prozentpunkten.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 01.04.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.