Eine Mehrheit der Deutschen blickt nach der Reform der privaten Altersvorsorge mit wachsender Sorge auf ihre Rente. Dies geht aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der AXA-Versicherung hervor, die der Bild-Zeitung vorliegt.
Demnach sagen nach der Reform 62 Prozent der Befragten, dass ihnen die Altersvorsorge mehr Angst macht als zuvor. Vor den Beschlüssen lag dieser Wert noch bei 54 Prozent. Die Befragung fand sowohl unmittelbar vor als auch kurz nach der Reform Ende März statt.
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Die Reform sieht unter anderem die Abschaffung der Riester-Rente vor. Stattdessen soll ein neues staatlich gefördertes Modell höhere Renditen ermöglichen, etwa durch den Wegfall von Garantien. Zudem sind Zuschüsse für Sparer sowie eine stärkere Einbeziehung von Familien und Selbstständigen vorgesehen.
Besonders deutlich ist die Verunsicherung bei jungen Menschen. In der Altersgruppe der 18- bis 24-Jährigen stieg der Anteil derjenigen, die mehr Angst vor der Altersvorsorge haben, von 56 auf 68 Prozent.
Auch das Vertrauen in die Politik bleibt niedrig. Aktuell geben 69 Prozent der Befragten an, ihr Vertrauen in politische Entscheidungen zur Rente verloren zu haben. Dieser Wert blieb im Vergleich zur Zeit vor der Reform unverändert. In den Vorjahren lag er laut Umfrage bei 65 Prozent im Jahr 2025 und 59 Prozent im Jahr 2024.