Ungarn ist – Viktor Orban hin oder her – ein Partner in EU und Nato. Die Ukraine ist das nicht.
Was also geschieht, wenn die Ukraine Ungarn mehr oder weniger verklausuliert mit einem kriegerischen Akt droht?
Richtig. Nichts. Kiew geniesst mehr Solidarität als Ungarn.
Was ist geschehen? Bei Wolodymyr Selenskyj schrillte der Alarm, weil Ungarns Premier bei Donald Trump eine Ausnahme bei russischen Energielieferungen aushandelte.
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Sofort feuerte er auf Telegram eine Breitseite ab: Kiew werde «Wege finden, so dass es kein russisches Öl in Europa gibt».
Welche Wege das sind, hat die Ukraine schon vorgeführt. Immer wieder attackiert sie die Druschba-Pipeline, über die Russland seit 1964 Mittel- und Osteuropa mit Erdöl versorgt. Zuletzt war sie deshalb im August unterbrochen.
Wie aber nennt man einen Angriff auf die Energieversorgung eines Staates? Einen kriegerischen Akt, würden Völkerrechtlicher sagen.
Damit scheint Kiew ja Erfahrung zu haben. Wie war das noch mit NordStream?