Ursula von der Leyens Rundumschlag: Die EU-Chefin sieht weltweit nur Feinde
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Die Weltwoche

Ursula von der Leyens Rundumschlag: Die EU-Chefin sieht weltweit nur Feinde

«How to win friends and influence people» (zu Deutsch: Wie man Freunde gewinnt) – so nannte der US-Unternehmer Andrew Carnegie seinen Bestseller-Ratgeber.

Ursula von der Leyen hat ihn wohl nicht gelesen. In ihrer Botschaft zur Lage der EU schaffte sich die Kommissionschefin eher Feinde als Freunde. Statt zu beeinflussen, stiess sie Leute ab.

RONALD WITTEK / KEYSTONE
epaselect epa12366663 European Commission President Ursula von der Leyen addresses a 'State of the Union' debate at the European Parliament in Strasbourg, France, 10 September 2025
RONALD WITTEK / KEYSTONE

Unter ihrer Ägide hat sich die EU nur Feinde geschaffen. Russland sowieso, da kam es wohl nicht mehr darauf an, dass von der Leyen nicht nur neue Sanktionen, sondern nun auch einen Zugriff auf das eingefrorene russische Staatsvermögen ankündigte.

Auch Ex-Partner USA bekam sein Fett weg. Donald Trump, so liess sie ihn wissen, könne sich seine neuen Strafzölle sonst wohin stecken, die er als Reaktion auf die Milliarden-Busse der EU gegen Google verhängen will.

Neu im Visier: Israel. Zahlungen werden eingestellt, so die EU-Chefin, das Handelsabkommen könne suspendiert werden, «extremistische» Minister werden sanktioniert.

Nur China kam diesmal ungeschoren davon. War wohl ein Versehen. Denn mit Peking liegt Brüssel schon lange im Clinch.

So sieht sie also aus, von der Leyens «neue Weltordnung» in der ein «neues Europa entstehen» müsse.

Es ist eine Ordnung, in der die EU zunehmend irrelevant ist. Darüber kann auch das Aufplustern ihrer Chefin nicht hinwegtäuschen.

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