Das US-Kriegsministerium hat grünes Licht für die Lieferung von Tomahawk-Marschflugkörpern an die Ukraine gegeben. Wie CNN berichtet, sieht das Pentagon keine Gefährdung eigener Bestände. Die endgültige Entscheidung liegt nun bei Präsident Donald Trump.
Die Tomahawk-Raketen, die eine Reichweite von bis zu 2500 Kilometern haben, könnten der Ukraine ermöglichen, Ziele tief im russischen Hinterland anzugreifen – darunter kritische Energie- und Öl-Infrastruktur. Die Entscheidung könnte damit kriegsstrategische Auswirkungen haben.
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Trump selbst hatte sich bislang skeptisch gezeigt. Bei einem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj im Oktober im Weissen Haus sagte er, er wolle keine «Dinge verschenken, die man zum Schutz des eigenen Landes brauche». Nun, da das Pentagon diesen Vorbehalt ausgeräumt hat, verliert dieses Argument an Gewicht.
Noch ist unklar, wie die Ukraine die Tomahawks technisch einsetzen könnte. Wegen der stark dezimierten Marine müssten die Raketen vermutlich von Land aus gestartet werden. Laut CNN verfügt das US-Militär über geeignete Startrampen. Alternativ könnte die Ukraine eigene Lösungen entwickeln.
Trump hatte zuletzt seine Ungeduld über fehlende Fortschritte bei Friedensverhandlungen erkennen lassen und ein Treffen mit Kremlchef Putin in Budapest kurzfristig abgesagt. Zugleich verhängte er neue Sanktionen gegen russische Energiekonzerne.