US-Präsident Donald Trump hat Irans Oberstem Führer Ajatollah Ali Chamenei offen die Legitimität abgesprochen und einen Machtwechsel in Teheran gefordert. «Es ist Zeit, im Iran nach neuer Führung zu suchen», sagte Trump in einem Interview mit dem Magazin Politico.
Trump bezog sich dabei auf die landesweiten Proteste im Iran, bei denen in den vergangenen Wochen Hunderte Menschen getötet worden seien. Chamenei und das iranische Regime regierten durch Repression und Gewalt, erklärte der US-Präsident. «Führung bedeutet Respekt, nicht Angst und Tod», sagte Trump. Der Einsatz von Gewalt in diesem Ausmass sei «die vollständige Zerstörung des Landes».
Zugleich verwies Trump darauf, dass die iranische Führung zuletzt auf weitere Massenhinrichtungen verzichtet habe. «Die beste Entscheidung, die er je getroffen hat, war, vor zwei Tagen nicht über 800 Menschen erhängen zu lassen», sagte Trump.
Auf Chameneis X-Account war Trump für Gewalt und Unruhen im Iran verantwortlich gemacht worden. Der iranische Führer erklärte dort, die «iranische Nation habe Amerika besiegt».