US-Präsident Donald Trump hat am Weltwirtschaftsforum in Davos das «Board of Peace» gegründet. Trump unterzeichnete vor Ort das Gründungsdokument für das neue Gremium und sagte bei der Vorstellung: «Jeder hier ist ein Freund von mir.» Kritiker sehen in der Initiative eine Konkurrenz zu den Vereinten Nationen.
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Trump soll den Vorsitz des Rates selbst übernehmen. Staaten können sich einen unbefristeten Sitz sichern, wenn sie innerhalb eines Jahres eine Milliarde US-Dollar in den Etat einzahlen. Andernfalls ist die Mitgliedschaft auf drei Jahre begrenzt. Der CDU-Aussenpolitiker Roderich Kiesewetter sagte der Welt: «Wir sind Zeitzeugen einer Unterhöhlung der Vereinten Nationen.»
Zahlreiche Länder haben eine Einladung angenommen. Dazu gehören unter anderem Ägypten, Albanien, Argentinien, Kosovo, Marokko, Paraguay, Pakistan, Ungarn sowie die Vereinigten Arabischen Emirate. Argentiniens Präsident Javier Milei schrieb: «Es ist mir eine Ehre, heute Abend die Einladung für Argentinien erhalten zu haben, als Gründungsmitglied dem Friedensrat beizutreten.»
Weitere Zusagen kamen laut Berichten aus Israel, Saudi-Arabien, der Türkei, Katar, Indonesien und Vietnam. Frankreich, Norwegen und Schweden sagten zunächst ab. Deutschland reagierte zurückhaltend. Aussenminister Johann Wadephul erklärte: «Wir haben einen Friedensrat, und das sind die Vereinten Nationen.» Russland signalisierte grundsätzliche Zahlungsbereitschaft, allerdings nur aus eingefrorenen Vermögen.