Die USA haben ihre militärische Präsenz im Nahen Osten massiv verstärkt. Wie mehrere US-Medien übereinstimmend berichten, befindet sich der Flugzeugträger «USS Abraham Lincoln» mit Begleitschiffen auf dem Weg in die Region. Donald Trump bestätigte am Donnerstag über seine Plattform Truth Social, dass «Hilfe auf dem Weg» sei – und warnte Teheran: «Sie werden einen hohen Preis zahlen».
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Hintergrund ist die brutale Niederschlagung der Massenproteste im Iran. Laut der Menschenrechtsorganisation HRANA sollen in den vergangenen siebzehn Tagen mindestens 1850 Demonstranten getötet worden sein. Trump rief die Iraner auf, weiter gegen das Regime aufzubegehren, und forderte: «Iranische Patrioten, protestiert weiter! Übernehmt eure Institutionen!»
US-Medien wie die New York Times und Axios berichten, dass neben dem Flugzeugträger auch zusätzliche Waffen und Kampfflugzeuge in die Region verlegt würden. Eine offizielle Bestätigung des Pentagons steht bislang aus. Laut Trumps UN-Botschafter Mike Waltz liegen «alle Optionen auf dem Tisch, das Schlachten zu beenden». Trump sei «ein Mann der Tat, nicht der endlosen Worte».
Indes hatte Israels Premierminister Netanjahu laut Medienberichten Trump um Aufschub eines möglichen Angriffs gebeten, um Vorbereitungen auf eine iranische Reaktion zu treffen. Auch die Schweiz, die seit 1980 als diplomatische Schutzmacht der USA im Iran agiert, hat sich als Vermittlerin angeboten.
Nach Angaben des Weissen Hauses sollen durch US-Druck angeblich 800 geplante Hinrichtungen im Iran verhindert worden sein. Ob diese Zahl belastbar ist, bleibt offen.