Erstmals werden sich die Vereinigten Staaten an einem von Russland initiierten Musikfestival beteiligen, das als geopolitisches Gegenstück zum Eurovision Song Contest gilt. Wie das Magazin Politico berichtet, hat Washington seine Teilnahme an der «Intervision» bestätigt – einem Wettbewerb, der ursprünglich zu Sowjetzeiten als sozialistisches Pendant zur Eurovision diente und 2025 in Kasachstan neu aufgelegt wird.
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Die Rückkehr der «Intervision» sei Teil einer «kulturellen Rebalancierung», wie es aus russischen Regierungskreisen heisst. Kreml-nahe Medien bezeichnen den Wettbewerb als «Plattform für multipolare Kultur». Teilnehmende Länder sind unter anderem China, Iran, Belarus, Nordkorea, Venezuela – und eben auch die USA. Washingtons Teilnahme gilt als diplomatische Überraschung. Ein Sprecher des US-Aussenministeriums erklärte Politico, man wolle damit «zwischenstaatliche Kommunikation im kulturellen Bereich fördern».