Die USA und Japan haben ein gemeinsames Milliardenprojekt zum Bau von Atomreaktoren in mehreren US-Bundesstaaten vereinbart. Geplant sind Investitionen in Höhe von 40 Milliarden Dollar für Atomreaktoren in den Bundesstaaten Tennessee und Alabama. Zusätzlich wurden 33 Milliarden Dollar für Erdgas-Kraftwerke in Pennsylvania und Texas vereinbart. Beide Länder verfolgen damit das Ziel, stabile Energiepreise zu sichern.
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In einer gemeinsamen Erklärung heisst es, die Projekte würden Sicherheit gewährleisten, indem sie «das Wirtschaftswachstum beider Länder beschleunigen». Die sogenannten Small Modular Reactors (SMR) seien «eine gewaltige nächste Generation einer stabilen Energiequelle, die die Strompreise für die amerikanische Bevölkerung stabilisiert und die japanisch-amerikanische Führungsrolle im globalen technologischen Wettbewerb stärkt».
Japan hatte bereits im Juli des vergangenen Jahres Investitionen in Höhe von 550 Milliarden Dollar in den USA zugesagt, unter anderem im Zusammenhang mit Handelsfragen. Mitte Februar kündigten japanische Unternehmen erste Investitionen von 36 Milliarden Dollar an.
Parallel dazu treiben die USA, die EU und Japan eine engere Zusammenarbeit bei Rohstoffen voran. Ziel ist es, die Abhängigkeit von China bei seltenen Erden zu reduzieren. Diese Rohstoffe sind zentral für zahlreiche Technologien, darunter Fahrzeuge und Windkraftanlagen. China dominiert sowohl die Förderung als auch die Verarbeitung dieser Materialien weltweit.