Vegane Offensive in Bern: Schweizer Hauptstadt erwägt fleischlose Ernährung in öffentlichen Einrichtungen. Bauernverband warnt vor «staatlicher Essensvorschrift», Grüne-Nationalrätin Meret Schneider vor «Kulturkampf»
Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Abonnemente
Jedes Abo eine Liebeserklärung an die Meinungsvielfalt.
AboDigital
Für alle, die Online lesen wollen
Alle Artikel online lesen
E-Paper inklusive
App (iOS & Android)
AboPrint & Digital
Printausgabe & digital jederzeit dabei
Wöchentliche Printausgabe
Alle Artikel online lesen
E-Paper inklusive
App (iOS & Android)
Sind Sie noch nicht überzeugt? Details zu den Abos
Die Weltwoche

Vegane Offensive in Bern: Schweizer Hauptstadt erwägt fleischlose Ernährung in öffentlichen Einrichtungen. Bauernverband warnt vor «staatlicher Essensvorschrift», Grüne-Nationalrätin Meret Schneider vor «Kulturkampf»

In der Stadt Bern bahnt sich ein Streit ums Essen an. Nach einem Vorstoss im Stadtrat steht zur Debatte, ob künftig in allen städtischen Einrichtungen ausschliesslich vegane Menüs angeboten werden sollen. Der Anstoss kam von Tobias Sennhauser, Stadtrat der Kleinstpartei «Tier im Fokus». Er fordert eine Ausweitung des veganen Angebots, wie es bereits an der Universität Bern diskutiert wird.

© KEYSTONE / GAETAN BALLY
Eine Mitarbeiterin des Traiteurs der St
© KEYSTONE / GAETAN BALLY

«Wir wollen uns nicht vorwerfen lassen, dass wir uns nicht gewehrt haben, als es noch möglich gewesen ist», sagt Jürg Iseli, Präsident des Berner Bauernverbands, der NZZ. In einem offenen Brief an die Stadtregierung warnt der Verband vor einer ideologischen Bevormundung: «Regional statt radikal: Nachhaltigkeit ist keine Ernährungsideologie.»

Sennhauser sieht in seinem Vorstoss jedoch keinen Kulturkampf, sondern eine «vorsichtige Annäherung». Die pflanzliche Ernährung ist aus seiner Sicht die inklusivste Form – niemand werde ausgeschlossen. «Fleisch tut dies aber», so Sennhauser, mit Verweis auf ökologische, gesundheitliche, religiöse oder ethische Gründe.

Die Fronten verlaufen dabei nicht nur zwischen Bauern und Tierschützern. Auch innerhalb der ökologisch gesinnten Politik regt sich Kritik. Die Grüne-Nationalrätin Meret Schneider hält die Forderung nach einer rein veganen Verpflegung an Universitäten für kontraproduktiv: «Das verhärtet Fronten, zementiert das Narrativ des Kulturkampfes.»

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 01.04.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.