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Die Weltwoche

Grüezi miteinander, ganz herzlich willkommen und einen wunderschönen guten Morgen, meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Freunde aus nah und fern. Ich begrüsse Sie zur schweizerischen Ausgabe von Weltwoche Daily, die andere Sicht, unabhängig, kritisch, zuversichtlich, am Montag, dem 5. Januar 2026. Endlich wachen die... Medien auf bei der menschengemachten Brandkatastrophe von Gran Montana. Für mich ist das, was sich da vor unseren Augen, ehrlich zur Kenntlichkeit, entstellt, ein Verbrechen. Und zwar ein Verbrechen, das lückenlos aufgeklärt werden muss. Verantwortlich, möglicherweise im strafrechtlichen Sinne schuldig, sind die Betreiber, ein französisches Ehepaar mit einem Ehemann, der Verbindungen hatte zum organisierten Verbrechen in Corsica. Unverständlich, dass so ein Duo überhaupt in den Besitz einer Restaurantlizenz in der Schweiz kommt. Das ist die schwarze, die Nachtschattenseite der Personenfreizügigkeit, tödliche Personenfreizügigkeit mit der Europäischen Union. Also hier die Direktverantwortlichen, möglicherweise strafrechtlich Schuldigen, dann aber auch verantwortlich. Natürlich die lokalen Behörden, die Brandschutzorganisation in Kramontana und dort zuoberst der Sicherheitsverantwortliche dieser Gemeinde, dieser Stadt, das ist der Stadtpräsident Nikolaus Ferro, ein Freisinniger, der für mich eine ganz zwielichtige Figur abgibt in dieser Geschichte, der jetzt abgetaucht ist, der keine Fragen beantwortet, ja mehr noch, der sogar Journalisten, die legitime, notwendige Fragen stellen. Ich habe das Beispiel vom deutschen Nachrichtenmagazin Der Spiegel gebracht. Die werden heruntergeputzt wie Schulbuben. Hier kommt eine Arroganz zum Ausdruck, auch ein Mauern, das ja den Verdacht nahelegt, dass hier etwas verduscht werden soll, dass hier eben Kollusionen stattfinden. Stellen wir uns vor, wenn die Restaurantbetreiber eben nicht kontrolliert worden sind, wenn sie das wissen, wenn sie zum Beispiel sagen könnten oder aussagen würden, dass eben die ganze Brandschutzorganisation, die Sicherheitskonzepte, Die ja gelten, die Gesetze, die Regeln, dass die gar nicht durchgesetzt wurden von der Gemeinde. Das entlastet natürlich die Betreiber nicht, aber es belastet in zusätzlicher Art und Weise die Behörden. Also hier eine Kommunikation unterirdisch, die überhaupt nicht der Dramatik, der Brisanz dieser schrecklichen Ereignisse gerecht wird. Wir hören aus journalistischen Quellen, es gibt da sehr gute... investigativ vorgehende Kollegen, zum Beispiel bei Focus Online, die aber mit einem Gastrobetreiber in Grand Montana gesprochen haben, ihn zitiert. Und der sagt Erschütterndes. Dort sei ihm nämlich erstens die Kontrollen gar nicht regelmässig durchgeführt worden, in seinen Betrieben, in seinem Betrieb. Und man habe ihm sogar wörtlich mitgeteilt, dies ist das Zitat, wenn ich gegen die Richtlinien verstoße, gibt es keine Strafen. Aber wenn etwas passiert, muss ich allein die Konsequenzen tragen, sagt der Gastronom. Und ich habe einfach den bösen Verdacht, dass das, was wir jetzt in Gran Montana gesehen haben, das ist vielleicht ein sehr spezielles und extremes, katastrophisches Beispiel, aber dieser Schlendrian, diese Schlamperei, diese tödliche Desorganisiertheit und Verantwortungslosigkeit, die könnte möglicherweise auch in vielen anderen Kantonen gespielt haben, obwohl, obwohl Das habe ich am Samstag auch gesagt. Ich selber als Veranstalter von Diskussionen usw. die Erfahrung gemacht habe, dass man da also härtestens geprüft wurde in Sachen Brandschutz, in Sachen Fluchtwege von der Feuerpolizei. Und ist das im Kanton Wallis nicht passiert? Warum ist das nicht passiert? In Kran ist es passiert, aber was ging schief? Das ist nun wirklich schonungslos aufzuklären. Himmeltraurige Auftritte. Nicht nur der Gemeindepräsident, der Freisinnige von Cromontan, auch der freisinnige Sicherheitsdirektor des Kantons Wallis. Er hat zwar mittlerweile eingeräumt, es müsse ein Fehler passiert sein. Das dauerte aber einige Tage, bis er sich zu dieser Aussage durchringen konnte. Und ich habe das ja am Samstag schon gesagt, wenn eben die Behörden hier jeglichen Biss vermissen lassen, wenn sie sich hinter dem Nichtwissen, hinter den Verfahren «Lasst uns jetzt mal in Ruhe arbeiten» verstecken, dann entstehen eben Zweifel am Willen, an der Bereitschaft, diesen gewaltigen Missständen überhaupt auf den Grund zu gehen. Und wenn eben 40 Menschen sterben in einer Silvesternacht, mindestens 40 und über 100 schwer verbrannt sind, ein flammendes Inferno, ja dann ist ja klar, dass hier und zwar auf mehreren Stufen, auf der ganzen Linie versagt wurde. Denn, und ich unterstreiche das, es muss möglich sein und es muss sichergestellt werden, dass selbst in einem Brandfall, wenn es jetzt nicht ein Sprengstoffattentat ist oder ein Molotowcocktailangriff, dass bei einem Brand, der ausbricht, erstens nicht Materialien in diesen Räumen stehen dürfen, die sozusagen in sekundenschnelle Lichterlosigkeit entflammen und dann eine Art Hochofenatmosphäre erzeugen. Zweitens müssen die Fluchtwege da sein. Drittens muss das Personal geschult sein. Und viertens, es gibt keine schlechten Mitarbeiter, es gibt nur schlechte Chefs. Muss der Chef da vor Ort dafür sorgen, dass das passiert und nicht die Musik laufen lassen und sehen, wie da unten, während schon die halbe Decke im Brand ist, immer noch ein paar beduselte Teenager mit dem Handy das Ganze abfilmen? Ich mache den Jugendlichen keinen Vorwurf hier. Abgesehen davon sind auch jetzt Schwerverletzte ins Kinderspital geliefert worden. Ja, was heisst denn das? Sind denn dort auch Kinder zugange gewesen? Also nicht nur Minderjährige, sondern unter 16-Jährige. Also sind auch diese Bestimmungen nicht eingehalten worden? Das sind die Fragen, die man aufdecken muss. Und da geht es jetzt nicht einfach nur um einen Club, um eine Gemeinde im Kanton Wallis. Da geht es auch um die Schweiz. Ist die Schweiz eigentlich noch ein solides Land oder sind wir ein Drittweltstaat? Ein total verlottertes Gebilde, in dem eben solche Dinge passieren. Und Anzeichen der Verlotterung haben wir ja immer wieder angesprochen, auch vor Weihnachten, den Fall. des Schweizer Generalstabsobersten Jacques Bo, wie sich da unsere Behörden verhalten haben. Auch die Staatsanwältin mittlerweile, am Samstag hat sie nun eine Anklage eingereicht, eine Anzeige gegen die Barbetreiber, die aber nicht festgesetzt wurde. Man hat gesagt, sie würden kooperieren. Dabei haben sie noch in der Nacht des Brandes angefangen, Werbebotschaften, Internetauftritte, Social Media. Postings zu löschen. Also hier ist doch schon eine Kollusion, hier ist doch schon ein Verdacht auf Nichtkooperation vorhanden. Und aufgrund der rechtlichen Bestimmungen, das sagen jetzt Juristen, könnten sich diese beiden Franzosen ins Ausland absetzen, nach Frankreich, und die würden die gar nicht ausliefern an die Schweiz. Also in Untersuchungshaft ist gar niemand. Ja, stecken die denn eigentlich miteinander unter einer Decke? Ist das ein Filz? Das sind Fragen, die man sich Das sind Fragen, die man sich stellen darf. Man kann sie noch nicht beantworten. Aber wenn die Behörden so vorgehen, dann ist man nicht sozusagen auf dem falschen Dampfer, wenn man vermutet, dass hier eben der Wille, das wirklich aufzudecken, das wirklich aufzuklären, dahinter zu leuchten, nicht in dem erforderlichen Ausmass vorhanden sind. Aber immerhin, eine Strafanzeige wurde jetzt eingereicht. Ich habe mich gefragt, ist das nicht ein Offizialdelikt? Und die Gemeinde ist dann auch noch hinterhergeschlichen. Die Gemeinde, die eigentlich die letzte Verantwortung trägt dafür, dass solche Betriebe gar nicht in Betrieb gehen dürfen, die hat jetzt auch noch eine Anzeige hinterhergeschoben. Einfach deshalb, um sich gewissermassen jetzt gar am Publikum, auch noch gewissermassen in eine etwas unschuldige Position hier, in eine unverantwortliche. eine verantwortungs-nicht haftende Position hineinzubringen. Das sind durchsichtige Manöver. Und das ist vielleicht der zweite Befund, der für mich jetzt da ins Auge springt, wenn ich von den himmeltraurigen Behördenauftritten denke. Am Samstag ist auch noch Justizminister Beat Jans nach Grand Montana gefahren. Und ich habe mich gefragt, warum? Was hat jetzt eigentlich der Justizminister? in Grand zu suchen, nachdem ja der Bundespräsident dort war. Und Beat Jans hat die Gelegenheit benutzt, um auch seine Betroffenheit zu inszenieren, um einen Kranz niederzulegen und um zu sagen, ja, man müsse das alles aufklären. Und er hat in diesem Zusammenhang gemäss 20 Minuten der Zeitung auch noch mitgeteilt, es sei denkbar, dass die Bundesanwaltschaft hier unterstützend helfen könnte. In dem Moment ist bei mir wiederum die Frage aufgepoppt, kennt denn dieser Justizminister seinen eigenen Laden nicht? Denn eine Bundesanwaltschaft könnte ja nur dann aktiv werden, das sind Gesetze, wenn es einen Terroranschlag gegeben hätte, wenn ein in diesem Sinne kriminelles Vorgehen, ein kriegerisches Vorgehen vorhanden gewesen wäre. Aber doch nicht einfach als Supporter, als Unterstützer und Helfer des Bundes. Also hier... treten Bundesräte auf, bei denen man den Eindruck hat, sie benutzen jetzt auch diese Katastrophe, um eben auch ihr Mitgefühl, ihr Mitleid, ihre Betroffenheit zu inszenieren, nachdem ja der Bundespräsident schon stellvertretend für die Regierung dort gewesen ist. Also auch hier wieder inszenieren statt aufklären. Selbstdarstellung statt Aufdeckung eines möglichen Verbrechens. Also auch der Bundesrat. unterstreicht eigentlich diesen extrem fragwürdigen, aus meiner Sicht zwielichtigen Eindruck, den unsere Behörden bis jetzt da hinterlassen. Man muss fair sein, selbstverständlich. Leute können auch überfordert sein, sind sie sicher. Wir wollen nicht selbstgerecht hier auftreten in dieser Sendung, aber Entschuldigung, das sind Verantwortungsträger, die eben auch bezahlt werden dafür, dass sie eben ihren Auftrag erfüllen. Und nicht in Katastrophen sich selber sozusagen als moralisch strahlende, mitfühlende Zeitgenossen in Szene zu setzen. Das ist der komplett falsche Ansatz, der da gewählt wurde. Wir werden sehen, wie das Ganze jetzt weitergeht. Vielleicht noch ein letzter Aspekt im Zusammenhang mit diesem Werte. Ehepaar, das ist zum Teil etwas in den Medien angedeutet, aber nicht zu Ende geführt worden. Ich habe mich gefragt, wie ist das eigentlich möglich, dass ein Ehepaar, wo der Ehepartner, und der hat sich ja dann auch in den Medien als wichtige Figur, der Ehemann Jacques Moretti, hat sich da als wichtiger Bauherr, als Bastler da in seinem Lokal inszeniert, ein Mann, über den die französischen Behörden schreiben, er sei nicht mehr im Spektrum des organisierten Verbrechens von Corsica. Mit anderen Worten, er war einer, er war sozusagen ein corsischer Mafioso. Er ist in diesem Zusammenhang auch verurteilt worden, vorbestraft. Wie kommt eigentlich so ein Ehepaar überhaupt zu einer Restaurantlizenz? Wie kommt es zu einer Niederlassungsbewilligung? Was ist denn das für eine Personenfreizügigkeit, wenn hier strafrechtlich bereits übel... beleumundete Personen in die Schweiz kommen können, Fragen, die auch gestellt und entsprechend beantwortet werden müssen. Das hat natürlich eine ganz gewaltige politische Dimension. Und das Schlussbild, der Schlusseindruck, der sich hier einem einprägt, ist eben der von einem Land, das sich irgendwie abhanden kommt. Das ist doch nicht die Schweiz, wie sie im Ausland gesehen wird. Und wenn wir jetzt unsere Behördenmitglieder, vor allem auch den Bundesrat Jans mit seinem überflüssigen Abstecher nach Grand anschauen, dann habe ich, dann lobe ich den italienischen Aussenminister, der in erster Stunde, in erster Sekunde gekommen ist, mehr oder weniger, um sich da einen Überblick zu verschaffen, weil eben auch viele italienische Kinder, italienische Jugendliche da direkt betroffen waren. Der ist da gekommen, nicht um sich gross zu inszenieren, sondern um sich zu informieren. Man hat sich auch etwas zurückgehalten, nach meinem Eindruck, in seinem ganzen Auftreten. Viel überzeugender als das, was unsere Behörden hier abgeben an Eindrücken und Wahrnehmungen. Mal sehen und sehr gespannt, wie das Ganze weitergeht. Das zweite Thema, das wir haben, nein, etwas habe ich noch vergessen, Entschuldigung, zusammen mit Grand, da ist zu erwähnen, dass Israel geholfen hat. der Schweiz. Israelische Experten sind auch zur Identifizierung der Leichen in die Schweiz gekommen. Mir ist aufgefallen, dass Israel derzeit wegen des Gaza-Kriegs in den Medien überall am Pranger steht. Ist das gar nie richtig erwähnt und gewürdigt worden. Deshalb trage ich das hier sehr gerne nach. Das ist eine tolle... Eine Zusammenarbeit, das ist eine sehr hilfreiche Zusammenarbeit, die sich da abspielt und leider in den Medien, in der Öffentlichkeit, in der Schweiz meines Erachtens nicht ausreichend gewürdigt und zur Kenntnis genommen. Dann haben wir als zweite grosse Nachricht in den Medien natürlich den Angriff, den völkerrechtswidrigen Angriff der Vereinigten Staaten von Amerika. Auf Venezuela, Gefangennahme des Präsidenten, auch von dessen Ehefrau, die seien jetzt auf einem Flugzeugträger, würden vor Gericht gestellt. US-Präsident Donald Trump hat davon gesprochen, die sei aus Gründen zur Bekämpfung des Drogenhandels hier gemacht worden. Ich habe da mal nachgeschaut, ob eigentlich Venezuela tatsächlich... eine signifikante Anzahl von Drogenkartellen hat. Und ob diese Rhetorik, die jetzt da herumgeboten wird, ob die etwas mit der Wirklichkeit zu tun hat, das ist doch interessant, was man da bei einer Recherche herausfindet. Also im Vergleich mit Mexiko hat Venezuela eine völlig irrelevante Drogenindustrie. Also die Venezuelaner sind eher im Schussfeld oder in der Kritik, weil sie den Drogenhandel oder den... Drogentransfer durchlaufen lassen durchs Land. Aber eine nennenswerte Produktion hätten sie nicht. Es gäbe ein Kartell de los Soles. Das seien eben Mitwisser, auch Leute in Beamten, im Politapparat, die einfach Drogenkartelle, vor allem aus Mexiko und Kolumbien, vor allem Mexiko, gewähren lassen auf venezolanischem Territorium. Aber wenn das eine glaubwürdige Begründung wäre, um jetzt einfach einzumarschieren und eine Regierung abzuschiessen, dann müsste die Trump-Regierung zuerst Mexiko ins Visier nehmen. Sie sehen also, wenn Grossmächte irgendwo einmarschieren, dann wird gelogen, dann wird auch das Völkerrecht zurecht gelogen und zurecht gebogen. Das ist immer so, das ist nicht zu rechtfertigen, es ist eine Tatsache. Und wir Schweizer müssen in diesem Zusammenhang einmal mehr über die Bücher und sagen, Was hat das gebracht, sich da gegen Russland und deren angebliche, mutmassliche oder auch tatsächliche Verletzung des Völkerrechts dermassen zu exponieren, uns quasi noch zur Kriegspartei zu machen? Konsequenterweise müsste unsere Regierung jetzt auch gegen die Amerikaner nach Sanktionen rufen. Das wäre ja der absolute Wahnsinn. Dürfen wir auf keinen Fall tun. Wir hätten es auch nicht gegenüber Russland tun sollen. Aber man war so schwach. Man hat sich eben mitreissen lassen. Ja, wer neutral ist, ist der Unterstützer. des Aggressors. Hier sind die Vereinigten Staaten von Amerika der Aggressor. Ja klar, sie behaupten jetzt, Maduro sei kein legitimer Präsident, er sei gar nicht gewählt worden, aber ich weiss jetzt nicht, wie solide und nach schweizerischem Massstäben tragfähig und blütenrein die demokratische Legitimation beispielsweise des ukrainischen Präsidenten Zelenskys. Das sind doch keine Kriterien. Also hören wir mal auf als Kleinstaat und da von der Seitenlinie und als Schiedsrichter aufzuspielen. Ja, Putin, Daumen runter, das ist die Verletzung des Völkerrechts. Und dann die gleichen Journalisten, die das geschrieben haben bei Amerika, jetzt von Trump lernen heisst siegen lernen. Und man jubelt sozusagen über diese Interpretation. Das zeigt einfach nur, dass dieses ganze Gerede mit dem Völkerrecht, vor allem bei denen, die das immer wieder nach vorne tragen, das ist einfach hinten und vorne verlogen, geht einfach nicht auf. Das scherbelt gewaltig, man merkt es. Und man müsste hier rhetorisch ein bisschen abrüsten und sagen, ja, das Völkerrecht, bin ich gegen das Völkerrecht, obwohl das Völkerrecht gar nicht vor den Völkern verabschiedet wird, bin ich dagegen. Aber das Völkerrecht ist nicht der letzte verlässliche Rettungsanker, ist es eben nicht. Das Völkerrecht ist ein Ideal, setzt aber voraus, dass es all diese Machtstaaten und Grossstaaten akzeptieren und das ist ja genau das Problem von heute. Die Russen und die Chinesen und andere finden, dass Völkerrecht sei einfach ein Instrument des Westens, der Amerikaner. Und wenn sie irgendetwas machen, dann werde das Völkerrecht gegen sie ausgelegt. Aber wenn die Amerikaner irgendwo einmarschieren, das ist vermutlich jetzt etwa die 46. oder 47. Regime-Change-Operation, dann wird das noch bejubelt in unseren Medien. Also einmal mehr stehen da die Journalisten, die Gutmenschen, all diese Völkerrechtsspezialisten mit abgesägten Hosen da. und ich werde jetzt sehr gespannt. die Zeitungen anschauen, was jetzt auch an Professoren sich zu Wort meldet und was es da zu hören und zu sehen geben wird. Aus Schweizer Sicht bleibt festzuhalten, gehen wir zurück zur Neutralität, hören wir auf, den Schiedsrichter spielen zu wollen beim Völkerrecht. Ja, das Völkerrecht ist wichtig, aber das Völkerrecht ist auch immer wieder umstritten und deshalb ist es nicht... Das letztentscheidende Kriterium ist Frieden und die Schweiz sollte alles tun, um Kriege nicht in Gang zu halten, um Kriege nicht zu befördern, sondern um Kriege zu schlichten und das macht sie am besten, indem sie sich neutral verhält. Das ist der entscheidende Punkt hier. Und das gilt es in diesen Zusammenhängen meines Erachtens zu berücksichtigen. Von Schweizer Seite vielleicht noch ein letzter Punkt. Da hören wir jetzt, ja eben, jetzt kommen die Raubtiere, also man übernimmt hier etwas die Rhetorik von mir, jetzt kommen die Raubtiere, die Amerikaner, die Russen und die Schweiz als kleines Land. Und jetzt müsse man sich da der EU anschliessen, müsse man Unterschlupf suchen unter dem Schutzschirm der Europäischen Union. Da sage ich Stopp, Achtung, nein, auf keinen Fall. Die EU, erstens ist alles andere als sicher und zweitens ist sie Kriegspartei und zwar in einem noch verschärfteren Ausmass als die Schweiz gegenüber Russland. Also da kommen wir vom Regen in die Traufe. Nein, die Schweiz muss zurück zur Neutralität, zur Bewaffneten, zur Immerwährenden, zur Umfassenden und bescheiden bleiben. Wir sind nicht die Schiedsrichter des Völkerrechts und wir haben uns nicht einzumischen in diese Revierkämpfe. Das ist die Weisheit, das ist die Überlebensformel unserer Vorfahren. Und wer sind wir? Wie leichtsinnig sind wir denn eigentlich, wenn wir uns einbilden? Ja, man könnte das einfach alles über Bord werfen. Dann landen wir noch schneller im Krieg, als uns das allen lieb und vor allem bewusst ist. Vielen herzlichen Dank für die Aufmerksamkeit. Das war es von Weltwoche Daily Schweiz fürs Erste. Ich melde mich gleich zurück mit der internationalen Ausgabe. Ich wünsche Ihnen einen guten Start in die neue Woche. Und ja, und freue mich trotz den fürchterlichen Umständen hier jetzt wieder loszulegen nach insgesamt sehr, sehr schönen Weihnachtsferien. Bis bald.

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Verbrechen von Crans: Überflüssige und inkompetente Selbstinszenierung von Bundesrat Jans. Trump und das Völkerrecht. Venezuela: Was heisst das für die Schweiz?

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Verbrechen von Crans: Überflüssige und inkompetente Selbstinszenierung von Bundesrat Jans. Trump und das Völkerrecht. Venezuela: Was heisst das für die Schweiz?
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