Nach dem tödlichen Angriff auf US-Soldaten in Syrien haben die Vereinigten Staaten einen umfangreichen Vergeltungsschlag gegen die Terrormiliz Islamischer Staat geführt. Wie das US-Regionalkommando US Central Command mitteilte, griff das Militär mit Kampfjets, Hubschraubern und Artillerie mehr als 70 IS-Ziele an. Angegriffen wurden demnach Kämpfer, Infrastruktur sowie Waffenlager der Miliz.
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Auslöser der Operation war ein Angriff in der vergangenen Woche nahe Palmyra, bei dem zwei US-Soldaten und ein US-Dolmetscher getötet sowie drei weitere Soldaten verletzt worden waren. US-Präsident Donald Trump hatte daraufhin harte Vergeltungsmassnahmen angekündigt. Auf Truth Social schrieb er, die USA würden «sehr hart zurückschlagen».
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth erklärte, es gehe nicht um einen neuen Krieg, sondern um Vergeltung. «Heute haben wir unsere Feinde gejagt und getötet – viele von ihnen. Und wir werden weitermachen», schrieb Hegseth auf der Plattform X. Angaben zu genauen Opferzahlen machte das Pentagon zunächst nicht.
Der Einsatz läuft unter dem Namen «Hawkeye Strike». Nach Angaben des Militärs wurden mehr als 100 Präzisionswaffen eingesetzt. Unterstützt wurden die US-Streitkräfte dabei auch von jordanischen Kampfflugzeugen. Augenzeugen berichteten aus den ostsyrischen Provinzen al-Rakka und Dair as-Saur von mehreren Explosionen, zudem seien Raketenstarts von US-Stützpunkten zu hören gewesen.