Beim Rückzug von Alain Berset aus dem Bundesrat floss für seine engsten Mitarbeiter viel Geld: Insgesamt über 750.000 Franken erhielten sie als Abgangsentschädigungen. Das zeigen Recherchen der Zeitung Blick, die sich auf das Öffentlichkeitsgesetz stützen.
Den höchsten Betrag erhielt mit 366.665 Franken Lukas Gresch (53), Bersets langjähriger Generalsekretär. Er bereitete sämtliche Bundesratsgeschäfte des damaligen Innenministers vor. Heute ist Gresch Partner bei der Kommunikationsagentur Hirzel Neef Schmid – einer der einflussreichsten Lobbyfirmen der Schweiz.
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Auch andere enge Mitarbeitende wurden grosszügig bedacht: Stefan Honegger (48), persönlicher Mitarbeiter mit Fokus auf Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, kassierte 153.207 Franken. Zusammen mit Bersets Ex-Kommunikationschef Peter Lauener gründete er inzwischen eine eigene Beratungsfirma. Michael Brändle (49), langjähriger persönlicher Mitarbeiter, erhielt 133.728 Franken. Aufgrund seiner neuen Tätigkeit bei Pro Helvetia wurde seine Entschädigung allerdings gekürzt.
Selbst Mitarbeiter mit kurzer Amtszeit profitierten: Rémy Lüthy (38), nur ein Jahr als stellvertretender Generalsekretär tätig, bekam 53.759 Franken. Gianna Blum (38), einst Co-Leiterin Kommunikation und vormals Journalistin bei Blick, erhielt 44.311 Franken. Sie arbeitet inzwischen für die SRG.