Verpolitisierung der Kultur: Deutscher Umweltminister verlässt Berlinale-Preisverleihung wegen Pro-Palästina-Rede
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Verpolitisierung der Kultur: Deutscher Umweltminister verlässt Berlinale-Preisverleihung wegen Pro-Palästina-Rede

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Verpolitisierung der Kultur: Deutscher Umweltminister verlässt Berlinale-Preisverleihung wegen Pro-Palästina-Rede
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Bundesumweltminister Carsten Schneider hat die Preisverleihung der Berlinale aus Protest gegen eine Rede verlassen, berichtet der Spiegel. Ein Sprecher des Umweltministeriums erklärte: «Der Bundesminister hält diese Aussagen für nicht akzeptabel und hat daher während der Rede die Veranstaltung verlassen.»

Auslöser war ein Auftritt des syrisch-palästinensischen Regisseurs Abdallah Alkhatib. Er hatte Deutschland bei der Gala vorgeworfen, «Partner des Völkermords in Gaza zu sein». Schneider war nach Angaben seines Hauses der einzige Vertreter der Bundesregierung vor Ort.

CLEMENS BILAN / KEYSTONE
Carsten Schneider.
CLEMENS BILAN / KEYSTONE

Auch aus der Union kam scharfe Kritik. CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann sprach auf der Plattform X von «Völkermord-Vorwürfen, antisemitischen Ausfällen und Drohungen gegen Deutschland» bei der Berlinale. Die «abstossenden Szenen» zeigten, wie notwendig es sei, klar Stellung zu beziehen und Antisemitismus als besonders schweren Fall der Volksverhetzung einzustufen. Es dürfe weder «in der Öffentlichkeit, bei Veranstaltungen noch im Netz» eine «Bühne für Israel-Hasser» geben.

Alkhatib wurde für seinen Episodenfilm «Chronicles from the Siege» mit dem Preis für das beste Spielfilmdebüt ausgezeichnet. Der Film schildert das Leben einer belagerten palästinensischen Bevölkerung in einer weitgehend zerstörten Stadt.

Auch andere Preisträger griffen den Nahostkonflikt auf. Die libanesische Regisseurin Marie-Rose Osta erklärte bei ihrer Dankesrede, der Waffenstillstand werde nicht eingehalten, Kinder im Libanon und in Gaza seien weiterhin von israelischen Bomben bedroht.

Festivalleiterin Tricia Tuttle hatte zu Beginn des Abends die Kritik an der Haltung des Festivals zum Gazakrieg aufgegriffen. Ein Festival könne die Konflikte der Welt nicht lösen, sagte sie, aber «Raum schaffen für Komplexität, für Zuhören und dafür, einander zu vermenschlichen».

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