Das Verteidigungsdepartement (VBS) hat 2023 externe Beratungsmandate und Dienstleistungsverträge im Umfang von 186 Millionen Franken vergeben. Dies geht aus einem Bericht der internen Revision des VBS hervor, wie SRF berichtet. 2022 belief sich der Betrag auf 145 Millionen Franken.
Die Aufträge betreffen unter anderem Digitalisierungsprojekte, rechtliche Gutachten – etwa zum Fixpreis für die F-35-Kampfjets – sowie Übersetzungen. Laut Bericht wurden die Mandate gesetzeskonform vergeben. Dennoch fällt die Beurteilung kritisch aus.
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In der ersten Empfehlung heisst es: «Die Interne Revision VBS empfiehlt den Bedarfsträgern und Linienverantwortlichen, vor der Auslösung von Aufträgen für externe Dienstleistungen und Beratermandate diese kritischer zu hinterfragen und in Zukunft messbar zu reduzieren.»
Die Revision warnt vor einer Abhängigkeit von externen Beratern und verlangt einen stärkeren Know-how-Transfer in die Verwaltung. Kritisch beurteilt wird auch die «Konvention 150», die Direktvergaben bis 150.000 Franken erlaubt. VBS-Vorsteher Martin Pfister wies an, die Empfehlungen innert sechs Monaten umzusetzen.