Verteidigungsminister Pistorius organisiert neues Patriot-Paket für Kiew
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Verteidigungsminister Pistorius organisiert neues Patriot-Paket für Kiew

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Deutschland organisiert ein neues Paket von Patriot-Flugabwehrraketen für die Ukraine.

Das deutsche Verteidigungsministerium bestätigte eine entsprechende Lieferung nach Angaben des Nachrichtenmagazins Spiegel. Demnach gelang es Verteidigungsminister Boris Pistorius, bei mehreren europäischen Partnerstaaten zusätzliche Raketen für das US-System Patriot zu beschaffen.

Nach Spiegel-Informationen sollen rund 35 moderne PAC-3-Abfangraketen an die Ukraine geliefert werden. Etwa 30 Raketen stammen von europäischen Partnern, weitere 5 aus Beständen der Bundeswehr. Aus Sicherheitsgründen machte das Ministerium keine Angaben zum genauen Liefertermin oder zum Umfang des Pakets.

Kay Nietfeld/DPA/Keystone
Verteidigungsminister Boris Pistorius.
Kay Nietfeld/DPA/Keystone

Die Initiative geht auf einen Vorschlag von Pistorius bei einem Treffen der Ukraine-Unterstützer vor der Münchner Sicherheitskonferenz zurück. Deutschland bot an, eigene Raketen beizusteuern, wenn andere Staaten zusätzliche Lenkflugkörper liefern. Mehrere Länder, darunter die Niederlande, sagten Unterstützung zu.

Die Patriot-Systeme gelten derzeit als wichtigste Verteidigung der Ukraine gegen russische ballistische Raketen. Besonders zum Schutz von Städten und Energieanlagen werden sie eingesetzt. Der Bedarf ist hoch: Nach Schätzungen verbraucht die Ukraine rund 60 Patriot-Raketen pro Monat, sodass das neue Paket nur für etwa zwei Wochen reichen dürfte.

Zusätzlich kündigte die Bundesregierung weitere Lieferungen von Luftverteidigungssystemen an, darunter Manpads-Flugabwehrraketen, AIM-9-Lenkflugkörper sowie Iris-T-Raketen und Ersatzteile für bestehende Systeme.

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