Veto aus der Chefetage: Warum der Tages-Anzeiger trotz interner Ablehnung beide Seiten zur SRG-Initiative abdruckt
Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Abonnemente
Jedes Abo eine Liebeserklärung an die Meinungsvielfalt.
AboDigital
Für alle, die Online lesen wollen
Alle Artikel online lesen
E-Paper inklusive
App (iOS & Android)
AboPrint & Digital
Printausgabe & digital jederzeit dabei
Wöchentliche Printausgabe
Alle Artikel online lesen
E-Paper inklusive
App (iOS & Android)
Sind Sie noch nicht überzeugt? Details zu den Abos
Die Weltwoche

Veto aus der Chefetage: Warum der Tages-Anzeiger trotz interner Ablehnung beide Seiten zur SRG-Initiative abdruckt

Anhören ( 1 min ) 1.0× +
Veto aus der Chefetage: Warum der Tages-Anzeiger trotz interner Ablehnung beide Seiten zur SRG-Initiative abdruckt
Veto aus der Chefetage: Warum der Tages-Anzeiger trotz interner Ablehnung beide Seiten zur SRG-Initiative abdruckt
0:00 -0:00
1.0×
100%
Mehr ▾

Die Chefredaktorin des Tages-Anzeigers hat gegen das klare Votum ihrer Redaktion zur SRG-Halbierungsinitiative einen «Pro & Kontra»-Beitrag durchgesetzt. Wie Persoenlich.com berichtet, griff Raphaela Birrer nach einer internen Abstimmung mit 17 zu 3 Stimmen gegen die Vorlage ein und übersteuerte das übliche Vorgehen.

Gaetan Bally/Keystone; Screenshot Tages-Anzeiger
Raphaela Birrer, Chefredaktorin des «Tages-Anzeigers».
Gaetan Bally/Keystone; Screenshot Tages-Anzeiger

Birrer begründete ihren Entscheid auf Anfrage so: «Ich habe entschieden, dass wir als grosse private Redaktion ein ‹Pro & Kontra› bringen, um unserer Leserschaft einerseits die Argumente beider Seiten darzulegen und andererseits unserer in diesem Fall speziellen Rolle als Branchenmitbewerberin gerecht zu werden». Das Format wird laut internen Regeln dann angewandt, wenn keine klare Mehrheitsposition zustande kommt. Im vorliegenden Fall lag jedoch ein deutliches Nein der Redaktion vor.

Die Chefredaktorin verfasste selbst den ablehnenden Kommentar, der befürwortende Text stammt von Andreas Kunz. Tamedia-Verleger Pietro Supino hatte sich öffentlich dafür ausgesprochen, dass die SRG ihren «Kernauftrag» auch mit 200 Franken pro Haushalt erfüllen könne. Den Einfluss des Verlegers auf die redaktionelle Entscheidung weist der Konzern zurück. Tamedia-Kommunikationschef Edi Estermann erklärte: «Der Verleger hat sich nicht in diesen Prozess eingebracht.»

Parallel erschienen auch in der Berner Zeitung, im Bund und in der Basler Zeitung entsprechende «Pro & Kontra»-Formate. Offiziell heisst es, man tausche sich im Vorfeld «solch relevanter Abstimmungen» regelmässig aus. Aus den Redaktionen ist hingegen von Druck durch den publizistischen Leiter die Rede. Die Abstimmung findet am 8. März statt.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 01.04.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.