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Die Weltwoche

Grüezi miteinander, ganz herzlich willkommen und einen wunderschönen guten Morgen, meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Freunde. Ich begrüsse Sie zur schweizerischen Ausgabe von Weltwoche Daily, die andere Sicht, unabhängig, kritisch, gut gelaunt, am Mittwoch, dem 23. Juli 2025. Die Schweiz ist eine Insel der Glückseligen, das haben wir gestern schon... festgehalten und am glückseligsten ist die Schweiz, zumindest in der heutigen Genussvariante sozusagen, in den Bergen. Wir dürfen uns da keinen Illusionen hingeben. Das Leben in den Bergen war über Jahrhunderte hinweg hoch anstrengend, aber heute haben wir eben die Möglichkeit, die Berge zu geniessen, vor allem auch in den Sommerferien. Ich gehöre zu jenen, die im Sommer meistens auch Richtung Süden sich verlagert haben. ans Meer. Jetzt zum ersten Mal verbringen wir die Sommerferien hauptsächlich in den Schweizer Bergen. Und das hat also schon mit einer wirklich beeindruckenden Erlebniswelt begonnen. Gestern eine grosse Wanderung im Kreis der Familie. Nicht immer ganz einfach, die kleinsten Familienmitglieder auf Trab zu halten, aber es gibt da ja Anreizstrukturen, mit denen man arbeiten kann. wunderbar hier die Auch Gletscherlandschaften um den Piz Palü, das ewige Eis, wie es sich zurückgezogen hat, die Schätze, die da auch preisgegeben wurden, gespeicherte Vergangenheit im ewigen Eis und diese einen selbst verzwergenden Ansichten und Ausblicke hier in dieser sonnendurchfluteten Engadiner Sommerstube. Grossartig und wir sind natürlich nicht die Einzigen, die das in vollen Zügen. In den Bergen, in den Sommerferien hat man auch Zeit, Bücher zu lesen. Wir haben ja Buchtipps Ihnen in der Weltwoche präsentiert. Ich vertiefe mich jetzt in diesen Wälzer ziemlich umfangreich. Ian Fleming, The Complete Man, Nicholas Shakespeare. Ian Fleming, der Erfinder der James-Bond-Romane. Er hat 1952 die Idee zu seinem Bond-Roman beim Schwimmen in Jamaika gehabt. Ian Fleming Ein sehr interessanter Mann aus wohlhabender Familie. Sein Grossvater war einer der reichsten Europäer, hat sich allerdings hochgearbeitet aus den Slums von Dundee in Schottland zu einem der einflussreichsten Bonk. Er hat mit Andrew Carnegie zusammen in den USA im Stahlbereich, im Eisenbahnbereich ein gewaltiges Vermögen verdient. Und Ian Fleming, der Enkel, der dann gar nichts erben sollte, Beim Geheimdienst arbeitete er im Zweiten Weltkrieg, und zwar in einer wichtigen Rolle. Er hat dann diese Erfahrungen verarbeitet zu der ikonischen Figur des James Bond, die unsere Populärkultur wie kaum eine andere Erfindung aus den Labors der Fantasie beeinflusst und geprägt hat. James Bond hat sozusagen das Rollenbild des Mannes im 20. Jahrhundert und auch die Sehnsucht. Figur für die Briten, die ihr Empire verloren haben im Zweiten Weltkrieg, auch im Ersten Weltkrieg. Und Bond ist dann sozusagen eine Art Esch, wo diese grosse Zeit, als die Briten eben immer noch gebraucht wurden, er hat das umgelegt in seine kalten Kriegserfahrungen. Und man kann das heute natürlich auch mit Interesse lesen, diese Bond-Romane. Ich habe angefangen, einen habe ich jetzt beendet, Casino Royale in deutscher Übersetzung. Ich muss Ihnen sagen, der Kalte Krieg wird mir geradezu sympathisch angesichts der verfahrenen Lage von heute. Ja, es war auch damals schlimm und das waren befeindete, verfeindete Blöcke hier. Auf der einen Seite der kommunistische Block mit der Sowjetunion, mit den Russen und auf der anderen Seite die Angelsachsen, die Amerikaner, die Briten. Aber man hat immerhin noch miteinander geredet und heute... ist ja vor allem in der Europäischen Union das fixe Dogma unterwegs, dass man eben mit den Russen überhaupt nicht reden sollte. Ian Fleming, James Bond, ein ganz interessantes Buch, das uns diesen doch eher unbekannten Schöpfer der Figur nahelegt. Nicholas Shakespeare hat das sehr minutiös recherchiert und zusammengetragen. Was sind die Nachrichten? Am 23. Juli, also am heutigen Tag, Im Jahr 1914 hat das Kaiserreich Österreich-Ungarn drei Wochen nach der Ermordung des Erzherzogs Franz Ferdinand in Sarajevo der serbischen Seite ein Ultimatum gestellt. Ein eigentlich unannehmbares Ultimatum, das die Serben dann ja eigentlich fast angenommen hätten. Aber ungeachtet all dessen ist dann der Erste Weltkrieg losgegangen. Nicht zuletzt auch die serbische Bevölkerung gehörte zu den ganz grossen Leidtragenden. Wenn man zurückblickt auf diesen Ausbruch des Ersten Weltkriegs, dann sieht man eben, dass dort die Verkettung, die tragische Verflechtung der Koalitionen das Unheil heraufbeschwörte. Und ich glaube, es wäre gerade heute wichtig, an den Ersten Weltkrieg zurückzudenken, stärker als an den Zweiten Weltkrieg, um das Geschehen in der Ukraine zu entschärfen. Unsere Politiker, auch die Medien, sind ja besessen da von der Idee des Appeasement. Man möchte auf keinen Fall den Aggressor beschwichtigen. Das ist in ihren Augen Russland. Aber die... Erste Weltkriegserfahrung gibt uns andere Lektionen, nämlich dass die Paranoia, die wechselseitige Hochschaukelung vom Feindbildern, eben auch sehr verheerend sein kann. Also dieser 23. Juli 1914, ein Schicksalstag in der europäischen Geschichte. Dann noch eine Orientierung in eigener Sache. Am 1. August, am Nationalfeiertag, spreche ich um 19.20 Uhr auf dem Oberböllchen in Baselbiet. wo der Festbetrieb um 17 Uhr beginnt. Um 21 Uhr folgt dann die Ansprache des Albert Rösti, unseres Bundesrates. Ich bin also sozusagen die Vorgruppe vom Bundesrat Albert Rösti. Kein Geringerer als er gibt sich da die Erde. Also wenn Sie eine gehaltvolle Erst-August-Feier besuchen möchten, dann gehen Sie unbedingt auf den Oberböllchen am 1. Und dort ist die Schweiz eben noch die Schweiz. Dort ist noch Schweiz drin, wo auch Schweiz draufsteht. Einmal mehr, leider ist Aussenminister Ignacio Cassis eingeknickt. Er unterschreibt namens der Schweiz eine neutralitätswidrige Erklärung zu Gaza und kritisiert Israel. Im Mai hatte Cassis noch die Kraft. nicht mitzumachen. Daraufhin hatten 55 ehemalige Diplomaten sogar auch aktive ETA-Mitglieder, also Mitglieder und Mitarbeiter des Aussendepartements, also Untergebene vom Bundesrat Gassis, die Stirn Gassis, öffentlich zu kritisieren. Jetzt ist der ETA-Chef zu Kreuze gekrochen und behauptet, er ist noch seine neueste Verurteilung, steht im Einklang mit bisherigen Positionen. Das israelische Aussenministerium hat die Kritik prompt zurückgewiesen. die Belehrungen. aus den geschützten Werkstätten von Bundesbern, wie man sich im NOS-Konflikt zu verhalten habe, sind nichts als peinlich. Offenbar ist der Aussenminister vor der öffentlichen Empörung eingeknickt, was den Tagesanzeiger hier überhaupt nicht stört. Kritisiert er bei der Anklageschrift der Staatsanwaltschaft gegen die Operation Liberofrau Sanja Ameti. Diese beruft sich auf die Störung des religiösen Friedens, also die Anklageschrift, ein klarer Straftat. bestand gemäss Strafgesetzbuch und dies bei 20 Schüssen. Sie erinnern sich auf Bilder, auf Abbildungen der Jesusmutter Maria und des Jesuskinds, also eine abgründige Angelegenheit, die damals zu reden gegeben hat. Erfreuliche Zahlen aus der Wirtschaft. Das Unternehmen Lindh und Sprüngli steigerte den Umsatz im ersten Halbjahr auf 2,35 Milliarden. Franken und der Konzern erhöht seine Wachstumszahlen. Gewisse Preiserhöhungen und die Dubai-Schokolade machen es möglich. Das Wachstum stützt sich auf alle Regionen. Herzliche Gratulation nach Kilchberg am linken Zürichseeufer, wo seit 1899 Schokolade in jeder Form produziert wird. Gute Nachrichten auch von der Hotellerie in der Schweiz. Der Tourismus in unserem Land erfreut sich grosser Beliebtheit. Im ersten Sommermonat gab es mehr Übernachtungen. Laut der am Dienstag veröffentlichten zweiten Schätzung des Bundesamts für Statistik waren es im Juni 1,6% mehr Logiernächte als noch vor einem Jahr. Damit hält der positive Trend aus den Vormonaten an. Überraschend sind die Zahlen allerdings nicht bereits vor einer Woche. ging das BFS anhand einer ersten Schätzung von einem Plus aus. Zu verdanken ist der Anstieg insbesondere den Gästen aus der Schweiz. Diese sorgen für 2,5% mehr Übernachtungen als noch vor einem Jahr. Aber auch bei den internationalen Gästen zogen die Logiernächte an. Auswirkungen dürfte auch die erfolgreich laufende Frauen-WM haben. grosse Aufregung um Wanderer. in Nazi-Gewändern in den Schweizer Alpen. Zwei Dutzend Männer aus den USA und aus Resteuropa sind ausgerechnet im Simmental mit Nazi-Symbolen auf ihren Hemden, auf ihren Kleidern herumgelaufen. Das ist höchst befremdlich. Zurecht hat die Polizei sie aufgefordert, den Blunder zu entfernen und die Personalien der Betroffenen aufgenommen. Über die Motive und die Herkunft dieser unerwünschten Touristen ist noch wenig bekannt. das Verbot von Symbolen. Und Hitlergruss etc., wie das Parlament entgegen dem Bundesrat einführen will, dürfte aber wenig zielführend sein. Ich kann da die Begeisterung der NZZ-Kommentatorin, die das Ganze hier einzuordnen versucht hat, nicht teilen. Wer entscheidet, was Nazi-Gedankengut ist und was Kunst, Theaterfilm, Wissenschaft und Illustration ist? Also diese Verbotsmanie, diese gutmenschliche Anwandlung, so gut gemeint sie auch sein mag, sie produziert nichts Gutes. Und man kann eben diese Nazi-Verharmloser und Nazi-Nostalgiker mit anderen Mitteln in den Griff kriegen, wie die Polizei da im Simmental jetzt zeigt. Die Schweiz kauft laut Medienberichten deutsche Bodenluftraketen. Endlich gibt es wieder einmal positive Nachrichten aus dem Verteidigungsdepartement, wie das Bundesamt für Rüstung Arma Suisse bekannt gegeben hat, beschafft die Schweiz fünf Bodenluftraketen. Abwehrsysteme des Typs Iris-T-SLM aus Deutschland. Die fünf Bodenluftraketen für mittlere Reichweite sind Teil des Gesamtprojekts Bootluft, das die Schweiz seit vielen Jahren beschäftigt. Mit diesem Projekt soll das Land vor modernen Bedrohungen aus der Luft geschützt werden. Zur Schweizer Bootluftlösung gehören neben den Iris-T-Einheiten auch das Kampfflugzeug F-35 und das System Patriot. Diese beiden Beschaffungsvorhaben bereiten derzeit bekanntlich grosse Sorgen. Bei den 36 Kampfjets wird der Preis mutmasslich viel höher ausfallen. Bei den Patriot-Systemen wird sich die Auslieferung verzögern. Vergangene Woche haben die USA bekannt gegeben, dass Länder die Waffensysteme an die Ukraine abgeben, rasche Nachlieferungen erhalten sollen. Die Schweiz muss nun hinten anstehen. Dies die wichtigsten Nachrichten in aller Kürze aus den Sommeraufenthaltsferien hier in Gadin. Ich werde mich dann gleich wieder in den Ian Fleming... Aber zuerst gibt es noch die internationalen Nachrichten in der grenzübergreifenden Daily-Sendung. Ich hoffe, Sie auch dort begrüssen zu können. Bis gleich.

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Ignazio Cassis knickt ein. Umsatzsteigerung: Lindt & Sprüngli legt zu. Nazi-Wanderer im Simmental. Schweizer Hotellerie auf Erfolgspfad. Endlich mal gute Nachrichten aus dem Militärdepartement

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Ignazio Cassis knickt ein. Umsatzsteigerung: Lindt & Sprüngli legt zu. Nazi-Wanderer im Simmental. Schweizer Hotellerie auf Erfolgspfad. Endlich mal gute Nachrichten aus dem Militärdepartement
Ignazio Cassis knickt ein. Umsatzsteigerung: Lindt & Sprüngli legt zu. Nazi-Wanderer im Simmental. Schweizer Hotellerie auf Erfolgspfad. Endlich mal gute Nachrichten aus dem Militärdepartement
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