Video: Medien gegen Trump: Investor Lenny Fischer über Oberlehrer im Westen, den US-Dollar und wie die deutsche Autoindustrie die rot-grüne Politik Brüssels überlebt
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Die Weltwoche

Diese Sendung wird Ihnen präsentiert von RealUnit, Ihre Lösung für Vermögensschutz und langfristigen Werterhalt. Grüezi miteinander, ich begrüsse Sie ganz herzlich zu einer weiteren Ausgabe von Weltwoche Daily. Speziell Schlagzeilen der Weltwirtschaft mit unserem hochgeschätzten Investor, Leonard, von uns genannt, Leni Fischer. Mein Name ist Roman Zeller und auf der anderen Seite begrüsse ich Leni in unserem Programm. Danke, dass du Zeit hast. Vielleicht Thema der Woche gleich vorab. Donald Trump bewegt noch immer, dominiert die Schlagzeilen. Seine Intervention im Nahostkonflikt ging um die Welt, Angriff auf den Iran, dann beim NATO-Gipfel. Auch ein grosses, grosses Gesprächsthema. Wie würdest du seine Woche beurteilen? Was ist dir besonders aufgefallen? auch bei der Berichterstattung rund um den Präsident Amerikas. Ja, mir geht es sogar fast weniger um das, was er im Einzelnen getan hat. Da haben sich viel intelligentere Leute als ich darüber Gedanken gemacht und Experten es rauf und runter analysiert. Mir geht es mehr um die Hitze der Berichterstattung über ihn, die die Hitze, die wir gerade beide erleben, noch bei weitem übersteigt. Es gibt so einen wunderschönen Satz, ich glaube, der Donald Trump hat... mit den Massenmedien einen Punkt erreicht, wo er, wenn er morgen über Wasser laufen würde, wäre die Schlagzeile, was, der Mann kann ja nicht mal schwimmen. Das heißt, es ist völlig egal, was der macht, er wird zerrissen. Das heißt, wenn er im Iran interveniert, dann bricht er das Versprechen an seine Wähler. Man hätte ja Hinweis an Friedrich Merz, die Wahlversprechen, aber die Kleinigkeiten lassen wir außen vor. Wenn er nicht interveniert, ist er schwach. Es ist eigentlich völlig egal inzwischen, was der Mann macht. Er wird von den Mainstream-Medien zerrissen. Und ich sage das jetzt nicht, weil mir in irgendeiner Hinsicht Donald Trump leidtut. Der, glaube ich, genießt das sogar auf eine gewisse Art und Weise. Und fast hat man das Gefühl, das ist wie Futter für ihn. Das macht ihn eben noch mehr zum Donald Trump. Ich sage das mehr für uns alle normalen Menschen, auch als Geldanleger, dass ich zunehmend den Eindruck habe, dass die Medien... nicht mehr versuchen hier wirklich eine vernünftige Einordnung zu machen, sondern fast hasserfüllt sagen, das muss schief gehen. Es wird alles schief gehen. Die Börsen brechen ein, die Anleihenmärkte brechen ein. Alles wegen Donald Trump. Ich möchte jeden davor warnen, in diese Falle reinzulaufen. Das läuft ja jetzt seit ein paar Monaten. Das war im April. Die Börsenberichterstattung war überall. Jetzt stehen wir vor einem großen Einbruch. Alles die Schuld von Donald Trump. Es ist natürlich das Gegenteil passiert. Ich will auch gar nicht sagen, dass Kurse nicht einbrechen werden oder nicht. Oder ob Donald Trump etwas richtig oder falsch macht. Ich kann nur jeden ermutigen, was Donald Trump und damit Amerika betrifft, was nun mal immer noch zumindest für uns im Westen die zentrale Volkswirtschaft ist und immer noch auf der Welt. eben auch eine der wichtigsten mit China zusammen, sich eine Meinung darüber zu bilden, was passiert, indem man sich eigene Gedanken macht und das hinterfragt, was dort geschrieben steht. Weil das hat einen Punkt erreicht, wo es mir fast schwerfällt, diese Artikel noch zu lesen, selbst in der angelsächsischen Presse. Weil manchmal habe ich das Gefühl, mit großer Verzweiflung versucht man den Niedergang... der US-Wirtschaft herbeizuschreiten. Es gibt hier Risiken. Mir geht es jetzt mehr nur um diesen grundsätzlichen Punkt. Es ist fast eine Blamage für den Journalismus, weil hier wird nicht mehr versucht, vernünftig zu berichten oder auch zu Recht Donald Trump zu kritisieren. Es ist ja nicht alles toll, was dieser Mann macht, bei weitem nicht. Aber es ist ein Punkt erreicht, wo egal ist, was er macht, es ist sowieso falsch. Und da kann ich sozusagen jedem nur ermutigen, den Mut zu haben, seine eigene Meinung zu bilden, was in diesem Jahr schon ein paar Mal besser war, als dem zu folgen, was in den Zeitungen geschrieben steht. Auch wenn unser Thema ist Schlagzeilen der Weltwirtschaft. Vielleicht ist das gerade mal der beste Aufhänger. Seid vorsichtig im Moment mit den Schlagzeilen. Sie können euch in die Irre führen. Würdest du so weit gehen und... unseren Zuschauerinnen und Zuschauern raten, alles, wo Trump drüber steht in den Medien, Finger weg, ausser es sei denn, die Weltwoche publiziert das, würde es so weit gehen. Was die Weltwoche publiziert, ist natürlich von ganz anderer Qualität. Nein, so weit würde ich nicht gehen, jetzt nicht wegen der Weltwoche, sondern wegen, ich glaube, ich tue mir ja das Leid, anders auch alles zu lesen, gerade um zu versuchen, dahinter zu kommen und zu destillieren, was sind gute Argumente, die ich ernst nehmen muss und was ist inzwischen reine Propaganda. Das ist anstrengend. Sagen wir mal so, man lernt die Tugend, die die Menschen in Ostdeutschland und in osteuropäischen Ländern in ihren Zeiten des Kommunismus gelernt haben. Man muss zwischen den Zeilen lesen lernen. Ich hätte nicht gedacht, dass ich das so deutlich mal sagen muss über unsere vermeintlich freie Presse in der westlichen Welt. Man sollte es weiterlesen, aber eben mit entsprechender Vorsicht. Eigentlich müsste ein Warnhinweis darauf stehen. Entschuldigung, wir haben eine so sehr vorgefasste Meinung, es könnten Nachteile aus ihrem persönlichen Vermögen entstehen, wenn sie unseren Rat schlägen. Du sagst es, bei diesen Abgesängen auf den Westen steht Amerika, steht Donald Trump immer an vorderster Front. Er ist der Übeltäter, der Verursacher allen Bösen, warum die Weltwirtschaft oder zumindest unsere westliche Wirtschaft den Berg heruntergeht. Warum ist oder was ist eigentlich... Donald Trump zu verdanken. Was läuft gut? Was liest du da zwischen den Zeilen? Warum ist Amerikas Wirtschaft viel besser dran, als dass sie geschildert wird? Amerikas Wirtschaft ist ja seit 20, 30 Jahren sehr gut gelaufen. Im Vergleich mit der europäischen Wirtschaft deutlich besser gelaufen. Mehr Aktienmärkte, aber auch das Bruttosozialprodukt. pro Kopf, wie gesagt, um die Zahl nochmal zu wiederholen, wir hatten das schon mal Anfang des Jahres diskutiert, Deutschlands gutes Sozialprodukt pro Kopf vor 25, 30 Jahren war ungefähr ähnlich wie das amerikanische, heute ist es fast 40 Prozent niedriger, das ist ein peinliches Ergebnis langjähriger Politik. Lass mich mal ein bisschen ironisch darauf antworten, Amerika ist nicht deshalb so erfolgreich wegen seiner Politik, sondern unabhängig davon der Politik. Die Politik in Amerika hat nicht die absolute Macht, die sie in Europa hat. Es herrscht mehr Freiheit, mehr Unternehmertum. Und es sind für mich eigentlich zwei Dinge, dieser ungeheuer dynamische Finanzmarkt der Amerikaner, wir kommen gleich später nochmal auf dieses Thema, außerhalb des Bankensektors. Und das Zweite ist die Bereitschaft der Amerikaner, die Risiken. mit der Fracking-Technologie einzugehen. Diese Kombination aus günstiger Energie und dynamischer Finanzierung von Unternehmern, Start-ups, Technologieunternehmen aus diesem sehr dynamischen Finanzsektor bei weitaus weniger Bürokratie und Gängelung. Das ist die Dynamik der amerikanischen Wirtschaft. Es ist weder Trump, der das verursacht hat, noch Obama, noch irgendein anderer Präsident. Ich bezweifle auch, wie sehr man jetzt ein Trump-Residentschaft ist, zerstören könnte mit allem, was er richtig oder falsch macht. Es gibt ja auch noch immer Dinge, die er richtig macht. Also von daher, ich glaube, wir müssen uns einfach ein bisschen von dieser Ideologisierung der Börsen lösen, die im Moment gerade so modern ist und die mir Angst macht. Womit ich nicht irgendeine Position jetzt einnehme, kaufen oder verkaufen, sondern einfach mal ganz grundsätzlich, wir haben gerade eine Ideologisierung der Kapitalmärkte, sie werden bejubelt, auch die Börse zeigt Trump die gelbe Karte, als sie im April gefallen ist, sind dann wieder gestiegen, der US-Ärzte-Markt steht kurz vor den alten Hochständen, dann schreibt man gar nicht mehr drüber, das finde ich einfach persönlich, sorry, das finde ich keinen guten Journalismus. Gibt es etwas, wo du sagst, wenn du sagst, unabhängig was er macht, was Obama gemacht hat, gibt es etwas, was du Trump wirklich zugutehalten würdest, was er aktuell, was macht er aus ökonomischer Sicht gerade besonders richtig? Deregulieren. Und was würdest du sagen, wenn man das in den Kontext der Schlagzeilen stellt, dass der US-Dollar seinen dreieinhalb Jahrestief gerade erreicht, ist das, wie würdest du das einschätzen? Macht er da etwas Zentrales falsch aktuell oder kann er da gar nichts dafür? Naja, du musst dir erst mal die Frage stellen, will er das oder will er das nicht? Es ist... Und ich wundere mich bis heute über die Berichterstattung Ende des letzten Jahres, Anfang diesen Jahres. Es ist seit Oktober, November bekannt, dass Donald Trump und seine ökonomische Entourage der Auffassung ist, dass der Dollar abgewertet werden muss. Was Sie glauben, Sie glauben, dass Sie es hinbekommen, den Dollar langsam abzuwerten und zur selben Zeit... den Dollar aber als Reservewährung zu erhalten. Da habe ich meine Zweifel, aber nicht wegen Donald Trump. Das hat für mich überhaupt nicht viel mit Donald Trump zu tun, sondern das hat viel mehr zu tun mit dem, was die Biden-Administration gemacht hat. Diese massiven Sanktionen als Macht, als so eine Art Wirtschaftskrieg durch Sanktionen mit dem US-Dollar als die Nuklearwaffe. Das hat... haben amerikanische Präsidenten in den letzten 20 Jahren übertrieben genutzt, gerade auch in der Biden-Zeit. Und daraus ist ein tiefes Misstrauen gegen den Westen entstanden. Denn in China, in Indien, in fast allen Ländern des globalen Südens stellt man sich die Frage, hey, warte mal, wenn ich Dollar kaufe und Euros kaufe und ich habe plötzlich Streit mit denen, dann frieren die mir die am Ende noch ein. Oder machen wir mein Leben schwer? Und daraus entsteht der Druck gegen den Dollar. Also ich glaube nicht, dass es ihm, ich glaube, dass er nicht die Ursache ist, dass der Dollar diesen Status als Weltreservewährung ein bisschen einbüßt. Wie weit das gehen wird, wird man sehen. Ich glaube aber, dass ihm der fallende Dollar ganz zu Pass kommt. Sein Hauptinteresse gilt den inländischen Werten. Das ist ja für den durchschnittlichen Amerikaner eigentlich egal. der Dollar für den Außenwert hat. Es gilt ihm hauptsächlich um den inländischen Wert, das heißt also um die Frage, wo die Anleihekursen und die Zinsen sind und um die Frage, wo die Aktienmärkte sind. Und da läuft es bisher nicht schlecht für ihn. Aber wie gesagt, das ist erst am Anfang. Es ist ein sehr spannendes Spiel und ich bin deshalb besonders ja, ich möchte fast sagen, im Moment irritiert, weil ich den Eindruck habe, dass auch ein Teil der amerikanischen Wirtschaftseliten, der Notenbankpräsident sicherlich ziemlich weit voran, kein Interesse daran oder fast ein Scheitern Trumps wünschen. Du sagst, du bist irritiert, bist du auch besorgt? Darüber bin ich auch ein bisschen besorgt, weil das könnte einen Konflikt zwischen der politischen Macht und der ökonomischen Macht hervorrufen, so wie sich jetzt hier ein Konflikt zwischen der Federal Reserve und Donald Trump abzuhalten. Wo ich übrigens beide für falsch halte. Donald Trumps aggressive Intervention, die FED möge die Zinsen senken, ist unklug und schadet dem Ansehen der Zentralbank und auch dem Ansehen Amerikas und des Dollars. Aber die Sturheit, mit der der Zentralbankpräsident sich geradezu verweigert, die Zinsen zu senken, das riecht schon danach. als ob er als tapferer Held der unabhängigen Zentralbank gegen Donald Trump, unabhängig davon, ob es ökonomisch richtig oder falsch ist, sozusagen herausscheinen will. Und man fast das Gefühl hat, er möchte die Zinsen so lange wie möglich hochhalten, um doch noch eine Rezession zumindest herbeizukriegen, die man dann Donald Trump in die Schuhe schiebt. Also das macht mich sehr beunruhigt. Es muss beunruhigen, wenn die Eliten potenziell anfangen, so gegeneinander zu arbeiten. Was bedeutet dieses Chicken Game, diese Sturheit auf beiden Seiten, diese Unnachgiebigkeit für die Welt, für Europa, für Deutschland, für uns Schweizer? Unberechenbarkeit. Also, wie gesagt, sollte irgendetwas schiefgehen, der Anleihenmarkt kollabieren, der Aktienmarkt kollabieren, der Kannis. dir schon jetzt sagen, es wird ein fast Hurra geben. Wir haben es doch immer schon gesagt. Donald Trump, der Idiot, fällt die Wirtschaft an die Wand. Übrigens, diejenigen, die das genau so gemacht haben 2017, haben natürlich alle viel Geld verloren oder keins verdient, weil in seiner ersten Amtszeit ist der Aktienmarkt ja rapide gestiegen unter seiner Präsidentschaft. Ich bleibe bei unserer Aussage noch von Anfang des Jahres. dass diese zweite Präsidentschaft von Trump nicht so erfolgreich sein wird, ökonomisch wie die letzte. Das hängt aber nicht nur an Trump, das liegt auch daran, dass der amerikanische... Aktienmarkt und auch das Wirtschaftswachstum ausgereizt ist. Wir haben jetzt diese riesen Diskussion darüber. Donald Trump, dieser verrückte Hasardeur, will die Schulden Amerikas erhöhen. Ich finde das amüsant angesichts der Tatsache, dass die deutsche Bundesregierung beabsichtigt, so ungefähr in den nächsten fünf Jahren das Gesamtschuldenvolumen des deutschen Staates um 50% zu erhöhen. Also was 40 Jahre lang an Schulden aufgehäuft wurde, das erhöht man noch mal um die Hälfte innerhalb weniger Jahre. Haushaltsdisziplin gibt es keine mehr. Die Reden von gestern, weiß ich nicht, der Redenschreiber ist entlassen. Meine ökonomischen Modelle sind alle egal und alle feiern das. Brillant, toll, Mut. Donald Trump, er ruiniert die Wirtschaft. Sagen wir es mal so, wo waren die denn diese Mahner als... Biden genau das gemacht hat mit seinem großen Programm 2021, wo er die amerikanische Verschuldung ja erstmal auf 6,5% hochgetrieben hat. Das war ja gar nicht Donald Trump, das war ja Joe Biden. Ich glaube, dass Trumps neue Schuldenpolitik nicht richtig ist. Ich kritisiere die, aber genauso kritisiere ich die der deutschen Bundesregierung. Aber was, woran ich mich nicht anschließe, ist die Tatsache, dass die jetzt für gefährlich zu halten und das, was vorher passiert ist, zu ignorieren. Und kein Mensch hat darüber vor zwei Jahren geschrieben. Denn die Probleme, die sich für Amerika abzeichnen, also eine viel zu hohe Staatsverschuldung, die fast krebsartig explodiert, das ist kein... Trump ist gerade erst wieder Präsident. Das ist die letzten vier Jahre nicht anders gewesen. Wer wäre der grosse Profiteur? von dieser sich anbahnenden Krise? Naja, zunächst mal, das Problem mit Krisen, darum prognostiziere ich ungern Krisen, du prognostierst sie 20 Jahre lang und wenn sie dann eintritt, sagst du, ich habe es doch immer schon gesagt, aber du hast 20 Jahre lang kein Geld verdient. Das ist immer so ein bisschen, dass man aus Angst vor dem Tod Selbstmord begeht. Also bin ich immer sehr vorsichtig, damit Krisen zu prognostizieren, Weil... Wenn du dir die ökonomischen Fakten antust, kannst du immer sagen, die Währung wird entwertet, die Inflation, die Schulden sind viel zu hoch. Das sind sie, aber das sind sie auch schon seit 20 Jahren. Ich habe keine Ahnung, wann dieses Spiel endet. Was mir gerade im Moment Sorge macht, ist, dass natürlich das Risiko, dass etwas passiert, steigt, wenn die Eliten gegeneinander arbeiten. Denn in den letzten Jahren... war das immer so, dass wenn sich eine Krise abzeichnete, kam die Zentralbank, hat nicht nur die Zinsen gesenkt, sondern hat Billionen an Liquidität in den Markt gepumpt. Und jetzt auf einmal hast du dieses Gefühl, es gibt keinen Konsensus mehr in den Eliten. Weil diese Ablehnung gegen Trump, also dieses Trump muss scheitern, fast schon eine Art Programm ist in sich. Wo man fast sagen möchte, naja, wenn der Kollateralschaden eine kleine Wirtschaftskrise ist, aber dafür haben wir Trump abgeschüttelt, dann müssen die Bürger halt mit der Wirtschaftskrise leben. Also ich habe das Gefühl, wenn ich zwischen den Zeilen lese und zwischen den Zeilen auch interpretiere, was auch führende Banker in Amerika sagen und was du so liest, dass es fast, ja, dass die Leute morgens heimlich in ihr Stoßgebet... sagen, Herrgott, Herrgott, bitte sorg dafür, dass es mit der Wirtschaft schlecht läuft, damit wir den Trump wegschiessen. Das ist so ein Gefühl und das macht mir Sorgen. Eine Beobachtung, die ich habe, ist, dass das einzig Einigende dieser Eliten ja eigentlich nur noch ist, dass man gegen Trump ist, gegen etwas und dabei vielleicht auch das Wesentliche dann aus den Augen lässt. Ja, wie gesagt, ich bin kein... Ich fand Trumps erste Amtszeit eigentlich ziemlich gut. Ich fand es keine tolle Idee, dass er unbedingt nochmal Präsident werden musste. Ich finde sein Vorgehen im Moment, und ich meine damit nicht die Middle East-Geschichte, sondern mehr so sein ökonomisches Vorgehen gewagt, im Mindesten. Aber auch nicht unlogisch. Es wurde Zeit, dass man diese Themen angeht, die Defizite mit China und so weiter. Ich bin ehrlich gesagt, das ist eigentlich nicht mein Stil, aber ich bin noch ein bisschen verwirrt. Also ich habe mir noch keine endgültige Meinung dazu gebildet. Umso mehr ärgert es mich, mit welcher absoluten Vereinfachung eben darüber geurteilt wird, weil ich kenne ein paar Wirtschaftsführer, die der Auffassung sind, dass Trump... noch eine grosse Präsidentschaft hinlegt. Das wird aber keiner von denen hier öffentlich sein. Bemerkenswerte Schlagzeilen lieferte diese Woche der Economist. Wir haben schon ein paar Mal über dieses Magazin gesprochen. Und zwar, dass chinesische Brands, chinesische Marken die Welt erobern. Und da geht es um verschiedene Firmen, die in den Himmel schiessen. Zum einen, ich habe mir da ein paar herausgeschrieben, Mixu. die gerade die Fastfood-Kette McDonalds outperformt, also überflügelt. Aber erst mal nur in China. Popmart mit dem Spielzeughersteller, der da unglaublich erfolgreich ist. Temu als Beispiel. Ist das für dich eine gute oder eine besorgniserregende Nachricht, dass da chinesische Firmen derart fulminant aufstreben? Für mich ist es eine... überfällige Entwicklung, die auch etwas mit der Arroganz des Westens zu tun hat. Also wir im Westen neigen dazu, oberlehrerhaft der Welt erklären zu wollen, was Moral ist, wie man es zu leben hat, wie man sein Land zu organisieren, zu regieren hat, überhaupt was man zu tun und zu lassen hat, weil wir ja alles so toll machen. Und das wird bei uns unterschätzt. Schon seit Jahren baut sich fast so ein Trotz auch auf. Jetzt ist Schluss, jetzt machen wir unsere eigenen. Und diese Brands sind eigentlich das ökonomische Gegossener dieser psychologischen Bewegung. Du hast es zum ersten Mal übrigens bei Autos, die Chinesen nennen das Einsteiger-Luxus-Klasse. Also ein Markt, der von deutschen Firmen... dominiert über die letzten 10, 20 Jahre, in den jetzt chinesische Brands reingehen. Das ist eine Bedrohung für unsere Brands, gerade Europa mit seinen großen, hauptsächlich aus Italien und Frankreich stammenden globalen Luxusmarken, ist damit natürlich auch bedroht. Du siehst das am Aktienkurs von LVMH. der Nummer 1 Luxusfirma der Welt. Es ist der Beginn eines neuen Selbstbewusstseins. Das ist auch die Tatsache, dass der Dollar als Weltreservewährung nicht mehr so akzeptiert wird wie vor zehn Jahren. Die Tatsache, dass man eigene Brands aufbaut, weil man sagt, wir kaufen nicht mehr alles, nur weil es vom Ausländer kommt. Und das muss besser sein. Und die Tatsache, dass man hingeht und sagt, wir machen unsere eigene Politik. Wir machen unsere BRIC-Organisation, wir lassen uns auch nicht mehr von einer deutschen Außenministerin sagen, was wir zu tun und zu lassen haben. Das alles sind Symptome eines neuen Selbstbewusstseins der Welt, die nicht in Europa und Amerika stattfindet, also der nicht im Westen liegenden Welt, deren langfristige Entwicklung wir gar nicht an Bedeutung unterschätzen dürfen. Das wird. vieles verändern und wird es für uns schwerer machen, das schnelle Geld zu verdienen. Die deutsche Autoindustrie merkt es jeden Tag und damit wir in Deutschland. Es werden andere Marken merken es inzwischen auch. Es gibt jetzt eine, ich habe den Namen der Firma jetzt, daran merkt man es, wie arrogant wir eigentlich sind, ich selber ja auch, dieser neuen Jubiläeredelmarke, die also in China Tiffany schlägt. dass übrigens Louis Vuitton es vor ein paar Jahren gekauft hat, um damit den chinesischen Markt auch anzugreifen. Es ist andererseits genau das, was Trump gesagt hat. Ihr müsst die Inlandsnachfrage stärken und ihr müsst weniger nur noch auf Export gehen. Wir sehen ja eine Neujustierung des internationalen Wertekanons, weg von den Werten und damit auch den Marken des Westens. hin zu mehr Selbstbewusstsein in den ökonomisch schon erfolgreichen, aber noch nicht gleichwertig akzeptierten Regionen, wo der neue Wohlstand geschaffen wird. Ich kann nur sagen, wer nach Asien fährt, spürt den Unterschied in der Dynamik gegenüber Europa und insbesondere gegenüber Deutschland, wo ja bereits eine Zeitung das Wirtschaftswunder ausgerufen hat, das neue, wenn das Wachstum nur von 0 auf 0,6 Prozent geht. Das ist dann zwar Wirtschaft, aber nicht viel Wunder. Gibt es eine chinesische Firma, die du beeindruckend findest, die dich fasziniert aufgrund ihrer Organisation, Innovationskraft? Wer sticht da besonders heraus aus deiner Sicht? Die Frage kann ich aufgrund fehlender Kompetenz nicht kompetent beantworten. Ich bin kein Experte. Ich beobachte das. Wir hatten ja eine Sendung über diese Entwicklung hin zur Robotertechnik und jetzt den Aufbau eigener Brands. Ich beobachte China jetzt ein bisschen mehr als Makroökonom und bin jetzt nicht der Experte in den einzelnen Firmen. Da muss das übrigens sehr aufwendig, wenn du dich da echt reinarbeiten willst, weil es in einer Kultur ist, in einem Wirtschaftsraum. Da würde ich sagen, holt, soll man sich die Beratung von besseren Leuten als mir holen. Aber ich möchte jedem nur sagen, da passiert etwas, das hat Auswirkungen auf uns, das hat Auswirkungen für unsere eigene Wirtschaft. Und das macht es natürlich noch wichtiger, dass wir unsere eigene inländische Konsumnachfrage sozusagen verstärken. Das ist insbesondere ein deutsches Thema. das ebenfalls ja viel zu exportlastig ist. Was ich bedauere, ist, dass dieser inländische Nachfrageboom jetzt einzig und allein vom Staat ausgelöst wird, indem er ganz viele neue Waffen kauft und, ja gut, immerhin behauptet, auch eine Menge Infrastrukturinvestitionen zu tätigen. Er kommt nicht bisher vom Konsumenten. Also diese leichte Erholung der deutschen Wirtschaft ist natürlich sehr getrieben davon, dass die Regierung sagt, wir werden in den nächsten Jahren. mal schlappe 800 Milliarden Neuschulden machen. Ich meine, das ist eine Zahl, da wäre man noch vor einem Jahr, hätte es eine Revolution im Parlament gegeben, wenn jetzt einer gesagt hätte, jetzt ist das die neue ökonomische Weisheit. Das ist natürlich an sich, da brauchst du sonst gar nichts machen, das wird Wirtschaftswachstum. Ob dieses Wirtschaftswachstum nachhaltig ist, ob es langfristig inflationsfrei bleiben wird, Das steht auf... einer ganz anderen Karte geschrieben. Du hast zuvor das Stichwort deutsche Autoindustrie gegeben, da interessiert mich natürlich auch die Schweiz, die da wirklich mit grosser Bewunderung nach Deutschland blicken, diese Automarken verfolgen. Was würdest du da raten, wie ist diese deutsche Autoindustrie zu retten, was müsste da passieren, wie können sich die Firmen rüsten auf das, was da aus China anrollt? Was ist da dein Ratschlag? Du. Der deutschen Autohistorie. Ich bin kein Automan. Ich bin froh, dass die meisten Menschen behaupten, dass ich nicht mal Auto fahren kann. Auf jeden Fall nicht gut. Sagen wir mal so, ich würde zunächst mal der deutschen Politik und der Europäischen Union raten, nicht alles zu tun, was in ihrer Macht ist, um diese Industrie mutwillig und fast böswillig zu zerstören. indem man das politische Normativ. Ihr habt jetzt euch dem politischen Willen unterzuordnen, nicht mehr der Bürger, der Konsument und der Investor entscheidet, sondern wir in Brüssel wissen, welcher Autoantrieb im Jahr 2035 für euch wichtig ist. Sagen wir es mal so, wenn man ein erfolgreiches ökonomisches Ökosystem zerstören will, dann Sagen wir mal, hat Brüssel auf jeden Fall den Blueprint, wie man das angehen kann. Und darum meine Bitte ist, lasst den Markt entscheiden. Wenn Elektroantrieb die Zukunft ist, dann ist es das. Aber bitte, das entscheidet ihr nicht in Brüssel. Lieber Lenny, ganz herzlichen Dank für deine Ausführungen. Ihnen wünschen wir ein wunderbares Wochenende und bis zum nächsten Mal, wenn es heisst. Weltwochendienst, speziell mit Schlagzeilen der Weltwirtschaft mit unserem Investor Leonhard Fischer. Vielen herzlichen Dank. Danke sehr.

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Medien gegen Trump: Investor Lenny Fischer über Oberlehrer im Westen, den US-Dollar und wie die deutsche Autoindustrie die rot-grüne Politik Brüssels überlebt

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Medien gegen Trump: Investor Lenny Fischer über Oberlehrer im Westen, den US-Dollar und wie die deutsche Autoindustrie die rot-grüne Politik Brüssels überlebt
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