Grüezi miteinander, ganz herzlich willkommen und einen wunderschönen guten Morgen, meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Freunde aus nah und fern. Ich begrüsse Sie zur schweizerischen Ausgabe von Weltwoche Daily, die andere Sicht, unabhängig, kritisch, gut gelaunt am Mittwoch, dem 28. Januar 2026. Heute das grosse Thema im Bundeshaus. Wird sich die Regierung, wird sich der Bundesrat dafür entscheiden, zur Aufrüstung, Aufpeppelung der Schweizer Armee die Mehrwertsteuern zu erhöhen, befristet zu erhöhen, wie man nachschiebt. Aber das entlockt uns keinen müden Lacher, ein erschöpftes, wissendes Augenzwinken, denn befristete Steuererhöhungen, wir wissen es, die sind permanent, genauso wie die vorläufig Aufgenommenen in unserem Asylwesen für immer bleiben. Das sind Gaunerworte, meine Damen und Herren. Vorläufig aufgenommen oder befristete Steuererhöhungen. Befristete Steuererhöhungen sind permanent. Und die Steuererhöhung ist das Instrument des unfähigen Politikers. Ja, wenn man keine Schwerpunkte setzen kann, wenn man sich ausserstande sieht, irgendwo anders zu sparen, um die Gelder umzulagern, die man hat. Ja, man macht dann Schulden oder erhöht die Steuern. Und das ist genau der Weg, den Bundesrat Martin Pfister da beschreitet. ohnehin Sehe ich ihn kritisch? Ein Politiker ohne nennenswerte Vorgeschichte, katapultiert durch zufällige Umstände, so scheint es, ins höchste Magistratsamt und stromlinienförmig auch sein Wirken. Ich sehe vor allem kritisch seine Annäherungstendenzen an die NATO, seine Neutralitätsmüdigkeit. Wir haben darüber schon oft berichtet. Wir werden auch in der Donnerstagsausgabe der Weltwoche seine Vita, seine Biografie etwas näher unter die Lupe nehmen. Dann der Basler Pharma-Riese Roche kündigt an, sehr viel Geld investieren zu wollen, um auf dem Markt der Abnehm-Spritzen ein wesentlicher Player zu werden. Das wäre natürlich schön, denn die Schweizer Pharma-Industrie, die unter anderem die Vereinigten Staaten von Amerika, irritiert aufgrund von, aus amerikanischer Sicht, zu hohen Preisen. Aber letztlich ist natürlich der... Erfolg der Schweizer Pharmaindustrie, das Wirtschaftswunder, auf das wir stolz sind. Und deshalb ist es wichtig, dass die Firma Roche nach dem Bau dieser Zwillingstürme zu Basel, nicht zu Babel, aber vielleicht gibt es da gewisse Parallelen, wenn eben diese Firma jetzt nicht nur architektonisch wieder, sondern auch in ihrem Kerngeschäft Furore macht. Wir werden das mit grossem Wohlwollen und eben angeborener Begeisterung verfolgen. Ich bin ein Pharma-Patriot. Ich finde es grossartig, dass die Schweiz, die ja ausser Wasser und Hirnschmalz sozusagen keine natürlichen Rohstoffe hat, zumindest keine nennenswerten, dass da eben Tüftler, zum Teil auch aus dem Ausland, in die Schweiz gekommen sind und selber Rohstoffe zusammen gemixt haben. Alchemisten, moderne Stofferfinder, grossartige Innovatoren in Basel. wir sind stolz auf den Kanton Basel, aber alles hat ja auch seine Schattenseiten. Und der Erfolg dieser Pharma-Giganten hat einfach dazu geführt, dass der Kanton Basel statt links regiert wird, weil es einfach zu viel Geld, zu viel Steuergeld dort vorhanden ist. Und das führt natürlich zu politisch fragwürdigen Konstellationen. In Grossbritannien, das ist auch etwas, was in unseren Zeitungen intensiv behandelt wird, Nigel Farage dieses politische Aufsteiger-Phänomen. Er zieht jetzt frustrierte oder vielleicht auch karriereorientierte Tories an, die bei ihm in der Reform-Party jetzt Anschluss suchen. Und das Establishment zittert. Was wird er bewegen bei den nächsten nationalen Wahlen? Wäre sogar ein Premierminister Nigel Farage denkbar? Der sehr bodenständige, rhetorisch unglaublich beschlagene Schnellredner, der mit einem Bier in der Hand und einer Zigarette im Mund eben auch den Ton trifft des gewöhnlichen Menschen, aber er eben auch argumentativ stark und schlagfertig denkwürdige Auftritte hingelegt hat, etwa im Europäischen Parlament. Wir werden es sehen, die Reformparty gilt ja in der medialen Begutachtung als populistische Partei, wobei dieser Begriff sehr kritisch gesehen werden muss. Denn Populismus heisst im Grunde, dass jemand einfach immer das erzählt, was sein jeweiliges Publikum hören will. Zum Beispiel in der Schweiz gilt ja der Politiker Christoph Blocher als Vorläufer der Populisten, als Erzpopulist. Dabei ist Christoph Blocher der Politiker, der seit 40 Jahren verlässlich das immer Gleiche erzählt, eben gerade nicht sich anpasst den jeweiligen Auditorien, den jeweiligen Zuhörern oder Zuschauern. Ganz im Unterschied zu den Mittepolitiken, zu den Establishment-Politiken, die eben aus Gründen des Machterhalts ihr Mäntelchen jeweils nach dem Wind hängen. Das sind die wahren Populisten. Man müsste einmal einen Aufsatz schreiben über den Populismus der Mitte, der eben nicht dort anzusiedeln ist, wo in die Medien ein Kampfbegriff am liebsten, um eben diese entsprechenden Parteien etwas verrechtlich zu machen, anzusiedeln. Die Medien übrigens sind ganz grosse Populisten und Windelweiche. Anpasser und Opportunisten auch. Grand Montana, die negativen Schlagzeilen häufen sich wieder. Eskalation, wir haben es am Wochenende gehört. Italien hat den Botschafter abgezogen und möchte sich jetzt an den Ermittlungen beteiligen. Das klingt fast ein bisschen wie das Ultimatum, das in Serbien zum Ersten Weltkrieg indirekt führte, als die Habsburger nach der Ermordung des Thronfolders Franz Ferdinand in Sarajevo mehr oder weniger die Übernahme der Polizeiermittlungen durch Wien gefordert haben, was die Serben, um jegliche Konfrontation zu vermeiden, weitgehend sogar bewilligt hatten, ohne dass es dann zu einer Einigung gekommen wäre. Also da die italienischen Behörden schon sehr stark und wie ich meine zu stark jetzt auf dem Drücker, obwohl, obwohl die Staatsanwaltschaft und auch die Behörden von Kram und Dana nach wie vor keinen guten Eindruck hinterlassen. Ich habe ja hier in der ersten Sendung ziemlich scharf die Missstände benannt, aber in einer direkten Auseinandersetzung dann auch mit den Betroffenen war ich der Erste, der eine Linie gezogen hat, Achtung, Kind nicht mit dem Bade ausschütten, keine Pauschalverurteilungen, keine Klischees, aber... Die zuständigen Behörden machen es einem also nicht leicht, an dieser differenzierten Linie festzuhalten, denn wir sehen jetzt, dass der überforderte Gemeindepräsident mit grosser Verspätung erstmals Fehler einräumt und sagt, ja, er habe dies und jenes falsch gemacht. Dann geben gelöschte Videoaufnahmen Rätsel auf, dass in der Gemeinde offizielle Polizeivideos gelöscht wurden, nicht gesichert wurden. Wir haben das Problem, der Staatsanwaltschaft, die viel zu spät mit der Spurensicherung ansetzte. Dann eben die Aufkaution, Freisetzung des Haupt jetzt Beklagten, Beschuldigten des Jacques Moretti. Dazu haben sich allerdings auch Juristen geäussert, dass eben nach Schweizer Recht so etwas möglich ist. Das verstehen die Italiener nicht. Ja gut, wir verstehen auch nicht alles, was im italienischen Rechtsstaat, manchmal auch in Anführungszeichen, möglich ist. Also hier wie viel? politisches Powerplay betrieben. Und vergessen wir nicht, das darf man auch sagen an dieser Stelle, dass am meisten Opfer von dieser schrecklichen Katastrophe der Fahrlässigkeit, der mutmasslich kriminellen Fahrlässigkeit und des Behördenversagens, dass am meisten Opfer die Schweiz zu beklagen hat. Die Franzosen sind eher still, haben auch Opfer zu beweinen. Das könnte natürlich damit zusammenhängen, dass der Barbetreiber französischer Staatsbürgerschaft ist. Also die nationale Karte, die nationale Dimension spielt da natürlich auch hinein. Der ukrainische Präsident Zelenskyy besteht auf dem EU-Beitritt für die Ukraine schon 2027. Das sind Forderungen, die mich sprachlos machen. Aber auch hier. Die Hauptbeschuldigenden sind nicht Zelensky, der natürlich ein Interesse hat, in die EU zu kommen, der auch ein Interesse hat, NATO-Staaten in diesen Krieg noch mehr hineinzuziehen, weil das seine einzige Möglichkeit ist, die Russen wirklich zu stoppen, wenn es ihm auf dem Schlachtfeld so gut laufen würde, wie er beispielsweise auch am World Economic Forum erzählt hat. Ja, dann müsste er ja nicht jetzt auf Teufel komm raus diesen EU-Beitritt herbeiebeln und eben auch diese Eskalationsfantasien wälzen da vor dem WEF-Publikum. Das sind natürlich Grabmesser der Verzweiflung. Aber Selenskyj ist entschuldigt als Kriegsbetroffener. Wir wollen darüber nicht zu scharf oder zu sehr urteilen. Ich habe meine persönlichen Eindrücke da wiederholt schon zum Besten gegeben. Viel entscheidender ist, und da muss man in den Spiegel schauen, dass es eben die Europäer, die Westeuropäer, auch die Schweizer, unsere Bundesräte gewesen sind. die dieses Messias-Syndrom dem ukrainischen Präsidenten eingepflanzt haben. Und man hat diesen Fehler gemacht, dass man den Ukraine-Krieg, eine Auseinandersetzung, ein Relikt des Kalten Krieges, eine Auseinandersetzung zwischen zwei jemaligen Sowjetrepubliken und einem Fernduell zwischen den USA und Russland. Und die USA haben einfach den Bären zu stark gereizt, haben ihn mit einer glühenden Eisenstange da in den Augen herumgestochen, bis dann der Prankenschlag einmal kam, mit fürchterlichen... Konsequenzen und man hat sich da hineingesteigert in eine manichäische, eine fast biblische Auseinandersetzung zwischen Gut und Böse und jetzt kommt man aus dieser Geländekammer nicht mehr heraus, aus dieser Hysteriekammer anstatt, und das wäre unser Ansatz hier, schlichten statt richten, Konflikte kleiner machen, nicht grösser machen. Da hat der Mann aus Ungarn recht, Viktor Orban, der das ja immer wieder betont hat und meines Erachtens zu Recht. betont hat. Donald Trump, das Provokationsgenie der Balancekünstler der internationalen und auch der nationalen Politik. Ja, er gibt jetzt Gegensteuer nach den Exzessen von Minneapolis. Dort ist ja zu einer neuerlichen Erschiessung gekommen mit Videofilmen. Da muss man aufpassen, Videofilme sind keine Beweise und wir sind im Moment zu viele Hysteriker da. an den Mikrofonen, zum einen die, die das Ganze verteidigen durch alle Böden hinweg und dann die, die alles verdammen und schon vom Faschismus sprechen. Kann man da vielleicht ein bisschen abrüsten? Jedenfalls sollten wir uns in der Schweiz davon nicht anstecken lassen. Tatsache ist, zwei Personen, die sich den Behörden widersetzt haben, die dazwischen gefunkt haben, als die nationalen Behörden ihre Pflicht wahrgenommen haben, Ausschaffungen vorzunehmen. Es gibt allerdings auch Berichte, die sagen, dass das viel zu weit geht. Das können wir von hier aus nicht überprüfen. Aber hier ist zu Zusammenstössen gekommen, zu einer Aufheizung des politischen Klimas, an dem auch die Demokraten beteiligt gewesen sind, aber auch ein paar Scharfmacher auf der Seite von Donald Trump, unter anderem sein Redenschreiber und wichtiger Mitarbeiter Stephen Miller, aber auch andere, die sich da eben in einer Art und Weise jetzt hinter die Beamten gestellt haben. die nicht gedeckt wird durch die Aufnahmen, durch die Fakten, die wir sehen und erkennen. Aber eben an Spekulationen wollen wir uns nicht beteiligen. Trump jedoch scheint eine Kurve hier nehmen zu wollen. Nach diesem Gestapo-Schergen genannt, jetzt schon in der nationalen Polemik, sein Hardliner, den er da abgezogen hat, jetzt kommen andere. Andere Leute, versöhnlichere Leute, die er da schickt, die zu ihm direkt rapportieren, also auch der Wortschatz, der jetzt gebraucht wird, den ich hier nur paraphrasiere, zeigt die aufgeheizte Stimmung, klar, nicht unverständlich. Aber eben Trump versucht jetzt hier die Wogen zu glätten. Grundsätzlich gilt, er hat angesagt, er ist gewählt worden für das, dass er illegale Verbrecher, also Migranten, Verbrecher ausländischer Herkunft ausschaffen will. Das ist Immunbenommen, das ist die Politik. So müsste es eigentlich sein, dass Schwerstkriminelle, die keinen legalen Aufenthaltstitel haben, dass die ein Land verlassen müssen. Das wird zum Teil bestritten aus politischen Gründen, aber klar, die Behörden dürfen sich dabei natürlich keine Straftaten zu Schulden kommen lassen. Gleichzeitig macht ein heftiger Wintersturm den Vereinigten Staaten von Amerika zu schaffen. dies die Wichtigste Nachrichten des Tages aus Schweizer Sicht. Ich danke Ihnen für die Aufmerksamkeit und melde mich gleich wieder zurück mit der internationalen Ausgabe. Bleiben Sie dran. Merci vielmals. dieser Welt. Rede und Gegenrede, die andere Sicht beleuchten, das ist die Weltwoche unabhängig, kritisch und ja auch gut gelaunt, weil wir eben glauben, dass selbst in den schlimmsten Abgründen immer irgendwo ein Lichtblick liegt. Wir beleuchten, was andere weglassen. Wir sprechen mit jenen, mit denen sich sonst niemand zu unterhalten getraut. Wir schreiben, was ist. Abonnieren Sie daher die Weltwoche. Jedes Abo ist eine Liebeserklärung. an die Meinungsvielfalt, denn unabhängiger Journalismus funktioniert eben nur mit unabhängig kritischen und vielleicht auch gut gelaunten Lesern. Sie sind der Grund, warum wir machen können, was wir eben machen. Alle Abo-Optionen finden Sie auf unserer Website www.weltwoche.de sowohl für Print als auch digital und massgeschneidert auch für Deutschland. Und wenn Sie bereits Abonnent sind, dann möchte ich mich an dieser Stelle einfach mal Bei Ihnen bedanken und wünsche Ihnen nun viel Vergnügen beim nächsten Video.