Papst Leo XIV hat in seiner ersten Osterbotschaft die Weltgemeinschaft zu Frieden und Dialog aufgerufen. In seiner «Urbi et Orbi»-Ansprache am Ostersonntag appellierte er an Regierungschefs, Konflikte nicht mit Gewalt zu lösen.
Der Papst sagte: «Legt die Waffen nieder! Diejenigen, die die Macht haben, Kriege zu entfesseln, sollen sich für den Frieden entscheiden! Nicht ein Frieden, der mit Gewalt erzwungen wird, sondern durch Dialog! Nicht mit dem Wunsch, andere zu beherrschen, sondern ihnen zu begegnen!».
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Zugleich warnte der Papst vor wachsender Gleichgültigkeit gegenüber Gewalt. «Wir gewöhnen uns an die Gewalt, finden uns mit ihr ab und werden gleichgültig», sagte er. «Gleichgültig gegenüber dem Tod von Tausenden von Menschen. Gleichgültig gegenüber den Folgen von Hass und Spaltung, die Konflikte säen.»
Mit Bezug auf die christliche Osterbotschaft rief Leo XIV dazu auf, sich dem Leid nicht zu entziehen. «Wir können nicht weiterhin gleichgültig bleiben!», erklärte er. Ostern erinnere an Leiden, Tod und Hoffnung auf neues Leben und solle Gläubige dazu bewegen, Verantwortung zu übernehmen.
Leo XIV ist der erste Papst aus den USA und hielt mit der Osteransprache eine seiner wichtigsten Reden seit seinem Amtsantritt.