Wall Street Journal: Warum der Einfluss der Türkei im Nahen Osten eingedämmt werden muss
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Wall Street Journal: Warum der Einfluss der Türkei im Nahen Osten eingedämmt werden muss

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Wall Street Journal: Warum der Einfluss der Türkei im Nahen Osten eingedämmt werden muss
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Im Zuge der militärischen Eskalation gegen den Iran warnen US-Analysten vor wachsendem Einfluss der Türkei im Nahen Osten. In einem Beitrag im Wall Street Journal schreibt der Direktor des Near East Center for Strategic Studies, Bradley Martin, Washington und Israel müssten verhindern, dass Ankara eine mögliche Machtlücke nach einem geschwächten Iran füllt.

TURKISH PRESIDENT PRESS OFFICE H / KEYSTONE
Recep Tayyip Erdogan.
TURKISH PRESIDENT PRESS OFFICE H / KEYSTONE

Martin argumentiert, nach früheren Konflikten habe der Iran mehrfach geopolitische Machtvakuen genutzt, etwa nach dem Irakkrieg 2003. Damals habe Teheran Milizen unterstützt und seinen Einfluss in der Region ausgebaut. US-Präsident Donald Trump hatte zuletzt erklärt, iranische Kräfte hätten im Irak «Hunderte amerikanische Soldaten getötet oder verstümmelt» und setzten weiterhin auf Angriffe durch verbündete Milizen.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan kritisierte unterdessen die Angriffe der USA und Israels auf iranische Ziele. Die Operationen seien eine «klare Verletzung des Völkerrechts», erklärte er. Zugleich zeigte sich Erdogan «traurig» über den Tod des früheren iranischen Revolutionsführers Ali Chamenei.

Der Autor wirft Ankara vor, in mehreren Fällen gegen Interessen westlicher Verbündeter gehandelt zu haben. So habe die Türkei 2012 laut israelischen Geheimdienstkreisen iranische Informanten enttarnt, die für Israel gearbeitet hätten. Auch im Syrien-Konflikt seien Verbindungen zwischen türkischen Akteuren und dem «Islamischen Staat» untersucht worden.

Zudem nutzt die Türkei nach Darstellung des Beitrags ihre Rolle in der Migrationspolitik als politisches Druckmittel gegenüber der Europäischen Union. Ankara erhielt im Rahmen des Flüchtlingsabkommens von 2016 rund sechs Milliarden Euro von der EU, um irreguläre Migration Richtung Europa zu begrenzen.

Vor diesem Hintergrund stellt der Autor die Frage nach der zukünftigen Rolle der Türkei in der Nato und im Nahen Osten. Washington müsse prüfen, wie mit einem Verbündeten umzugehen sei, der in zentralen regionalen Konflikten zunehmend eigene strategische Interessen verfolge.

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