Wall Street Journal: Warum viele Schwule nichts mit der LGBTQ-Ideologie anfangen können
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Wall Street Journal: Warum viele Schwule nichts mit der LGBTQ-Ideologie anfangen können

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Wall Street Journal: Warum viele Schwule nichts mit der LGBTQ-Ideologie anfangen können
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Generationen von Homosexuellen kämpften über Jahrzehnte mit Mut und bürgerlichem Anstand für das schlichte Recht auf Normalität. Sie wollten die Ehe, sie wollten die Akzeptanz im Sportverein, sie wollten – kurzum – ein ganz gewöhnliches Leben im Herzen der Gesellschaft führen, ohne als Exoten oder Staatsfeinde markiert zu werden. Und kaum ist dieses Ziel in der westlichen Welt weitgehend erreicht, kriechen aus den klimatisierten Elfenbeintürmen der Ivy-League-Universitäten die neuen Jakobiner der Identitätspolitik hervor und erklären die mühsam errungene Normalität zum Verrat.

DIVYAKANT SOLANKI / KEYSTONE
epa12761393 Members of the LGBT (Lesbian, Gay, Bisexual, and Transgender) community take part in the '2026 Mumbai Queer Pride March (QPM)' in Mumbai, India, 20 February 2026
DIVYAKANT SOLANKI / KEYSTONE

In einem Gastbeitrag für das Wall Street Journal beschreibt Autor Ben Appel diesen schleichenden Wahnsinn, den er an der Columbia University am eigenen Leib erfahren hat. Appel, selbst ein verheirateter schwuler Mann, kam als gläubiger Anhänger progressiver Ideen an die Hochschule, nur um festzustellen, dass das Label «Queer» heute nichts anderes ist als ein ideologisches Gefängnis.

In den Seminarräumen gilt nicht mehr die sexuelle Orientierung als entscheidend, sondern die Unterwerfung unter eine Theorie, die alles Normale, alles Legitime und alles Traditionelle als bösartige Machtstrukturen denunziert. Wer heute einfach nur schwul ist, aber gleichzeitig an die Biologie, die Aufklärung oder gar an die Vorzüge der liberalen Demokratie glaubt, der ist für die radikalen Kader der LGBTQ-Bewegung kein Verbündeter mehr, sondern ein reaktionärer Störfaktor.

Dieser begriffliche Etikettenschwindel hat fatale Folgen, schreibt der Autor. Während «schwul» eine private sexuelle Identität beschreibt, ist «queer» zu einem politischen Kampfbegriff mutiert, der die Zerstörung des Westens und seiner moralischen Grundlagen fordert. Es ist dieser geistige Kurzschluss, der zu den bizarren Auswüchsen unserer Zeit führt, in denen sich junge Aktivisten als «Queers for Palestine» mit islamistischen Despoten gemein machen. Man teilt zwar keine Werte, aber man teilt den Hass auf die «normative» Weltordnung Amerikas und Israels. Sexualpolitik wird hier zum reinen Vorwand für einen kulturrevolutionären Feldzug, in dem der einzelne Mensch mit seinen realen Bedürfnissen nur noch als Manövriermasse dient.

Ben Appels Absage an diesen Zirkus ist ein Akt der intellektuellen Selbstbehauptung. Seine Feststellung, dass er zwar schwul, aber eben nicht «queer» sei, ist eine schallende Ohrfeige für den akademischen LGBTQ-Zeitgeist. Er will kein «Identitäts-Insurgent» sein, der die Welt in Trümmer legt, sondern ein Bürger, der die Freiheit geniesst, die ihm genau jene Gesellschaft ermöglicht hat, welche die Queer-Theoretiker so inbrünstig hassen.

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