Warum braucht es das Klima- und Innovationsgesetz? Der Bundesrat sagt, «die Schweiz als Alpenland ist vom Klimawandel besonders stark betroffen». Solche Aussagen sind reine Schindluderei
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Warum braucht es das Klima- und Innovationsgesetz? Der Bundesrat sagt, «die Schweiz als Alpenland ist vom Klimawandel besonders stark betroffen». Solche Aussagen sind reine Schindluderei

Auf die Frage, warum es das Klima- und Innovationsgesetz brauche, meint der Bundesrat auf seiner Webseite: «Die Schweiz als Alpenland ist vom Klimawandel besonders stark betroffen. Die Temperaturen steigen hierzulande doppelt so stark an wie im weltweiten Durchschnitt, und die Folgen des Klimawandels sind heute schon spürbar. Die Gletscher schmelzen rasch ab, Niederschlag fällt häufiger als Regen statt als Schnee, und Hitzewellen treten immer öfter auf. Die Schweiz hat deshalb ein ureigenes Interesse am Klimaschutz.»

© KEYSTONE / PETER KLAUNZER
Ein Teilnehmer am "La Marche Bleue" haelt eine Weltkugel und ein Plakat mit der Aufschrift "Help" auf dem Bundesplatz, am Samstag, 22
© KEYSTONE / PETER KLAUNZER

Vor der Beurteilung dieses Textes einige Fakten: Etwa 1850 ging die Kleine Eiszeit zu Ende. Seither wurde es etwa ein Grad wärmer auf der Erde. In den letzten 2000 Jahren war es schon viel kälter, aber auch schon viel wärmer auf der Welt als heute; in den letzten 500.000 Jahren sowieso.

Einem Video der ETH kann man entnehmen, wie sich die Gletscher in den letzten 115.000 Jahren in der Schweiz ausgedehnt und wieder zurückgezogen haben.

Mit dem Menschen hat das nichts, aber auch gar nichts zu tun. Für die letzten 500.000 Jahre stellt man anhand von Gletscher-Bohrkernen fest, dass ein Anstieg des CO₂-Anteils in der Luft einem Temperaturanstieg mit einer Verzögerung von 800 bis 1000 Jahren folgt.

Es kann keine Rede davon sein, eine Erhöhung des CO₂ in der Luft führe zu einem Temperaturanstieg, auch wenn dies Klima-«Wissenschafter» anhand von Zeitreihen über 150 oder 200 Jahre behaupten. Der CO₂-Gehalt war früher schon um Faktoren höher als heute.

Es gibt offensichtlich ganz grosse CO₂-Quellen (z. B. die Ozeane); der Mensch hat damit nichts zu tun.

In den letzten 150 Jahren ist die CO₂-Konzentration im Durchschnitt um etwa 1 CO₂-Molekül pro Million Luftmoleküle pro Jahr angestiegen. Davon stammen vielleicht 10 Prozent vom Menschen und davon etwa 1 Prozent aus der Schweiz. Die Schweizer verursachen also pro Jahr einen Anstieg der CO₂-Konzentration um 1 CO₂-Molekül pro 1.000.000.000 Luftmoleküle.

Die Politiker wollen die Bürger zwingen, jedes Jahr mehrere Milliarden Franken anders auszugeben, als sie das selber machen würden, um diese Zahl zu halbieren. Das ist lächerlich und unverschämt.

Und was ist von den Aussagen des Bundesrates zu halten?

Entschuldigung: nichts, aber auch gar nichts. Solche Aussagen sind aus meiner Sicht reine Schindluderei. Man kann einem Volk nicht besser mitteilen, dass man nichts von ihm hält, als ihm solche Unwahrheiten als Wahrheit vorzusetzen.

Martin Janssen ist Unternehmer (Ecofin-Gruppe) und emeritierter Professor für Banking und Finance an der Universität Zürich.

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