Warum Deutschland immer mehr französischen Atomstrom nutzt
Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Abonnemente
Jedes Abo eine Liebeserklärung an die Meinungsvielfalt.
AboDigital
Für alle, die Online lesen wollen
Alle Artikel online lesen
E-Paper inklusive
App (iOS & Android)
AboPrint & Digital
Printausgabe & digital jederzeit dabei
Wöchentliche Printausgabe
Alle Artikel online lesen
E-Paper inklusive
App (iOS & Android)
Sind Sie noch nicht überzeugt? Details zu den Abos
Die Weltwoche

Warum Deutschland immer mehr französischen Atomstrom nutzt

Anhören ( 1 min ) 1.0× +
Warum Deutschland immer mehr französischen Atomstrom nutzt
Warum Deutschland immer mehr französischen Atomstrom nutzt
0:00 -0:00
1.0×
100%
Mehr ▾

Deutsche Netzbetreiber greifen zunehmend auf französische Atomkraftwerke zurück, um das Stromnetz zu stabilisieren. Dies bestätigte die Bundesnetzagentur laut Welt am Sonntag.

Im Rahmen des sogenannten cross-border redispatch wird dabei gezielt auf ausländische Kraftwerkskapazitäten zugegriffen, um Überlastungen im Netz zu vermeiden. Diese Eingriffe erfolgen aus Gründen der Systemsicherheit und werden über Netzentgelte auf die Stromkunden umgelegt. Nach Angaben der Bundesnetzagentur belief sich das Volumen entsprechender Massnahmen mit ausländischen Kernkraftwerken von Januar bis September 2025 auf rund 77 Gigawattstunden. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres lag der Wert bei etwa 69 Gigawattstunden, was einem Anstieg von rund 11,6 Prozent entspricht.

Julien Warnand/Keystone
Das Kernkraftwerk Cattenom nahe Thionville in Nordfrankreich.
Julien Warnand/Keystone

Dabei wird die Leistung ausländischer Kernkraftwerke je nach Bedarf sowohl gesenkt als auch erhöht. Bei Stromüberschüssen aus Wind- und Solaranlagen wird die Produktion reduziert, bei Unterdeckung entsprechend gesteigert. Daten des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme zeigen, dass deutsche Netzbetreiber in beiden Fällen auf ausländische Kernenergie zurückgreifen.

Seit dem Ausstieg aus der Kernenergie im Jahr 2023 ist Deutschland Nettoimporteur von Strom. Laut Bundesnetzagentur wurden im vergangenen Jahr mehr als 60.000 Gigawattstunden importiert. Den grössten Anteil daran hatte Kernenergie mit 14.331 Gigawattstunden. Wichtigster Lieferant ist Frankreich mit rund 9500 Gigawattstunden.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 01.04.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.