Vielleicht wertet Donald Trump es ja als eine Art Trostpreis.
Wenn er den Friedensnobelpreis schon nicht selbst erhalten hat, so wurde er wenigstens einer Feindin eines seiner Feinde verliehen: María Corina Machado, Kritikerin von Venezuelas Präsident Nicolás Maduro.
Die Bedingungen des Preisstifters Alfred Nobel erfüllt sie zwar nicht. Er wollte die Auszeichnung jenen zukommen lassen, die «am meisten oder am besten auf die Verbrüderung der Völker und die Abschaffung oder Verminderung stehender Heere sowie das Abhalten oder die Förderung von Friedenskongressen hingewirkt» haben. Auf eine Bürgerrechtlerin trifft das nicht zu.
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Doch das Vermächtnis des Stifters bekümmert das Nobel-Komitee in Oslo schon lange nicht mehr, sieht man sich die Preisträger vergangener Jahre an. Aber vielleicht findet sich einfach niemand mehr, der Nobels strenge Voraussetzungen erfüllt.
Auch Trump nicht, so bockig auch er und seine Schranzen den Preis einfordern. Er hat den Beginn eines Waffenstillstandes zwischen Israel und der Hamas zustande gebracht. Das ist nicht wenig, aber es ist kein Frieden, schon gar kein «ewiger», wie er grossmäulig verkündet.
Vielleicht sollte man grundsätzlich über die Zukunft des Friedensnobelpreises nachdenken. Bevor er noch mehr entwertet wird.