Wegen Afghaninnen? Wie Deutschlands Migrations-Behörde die Rekord-Asylfolgeanträge begründet
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Wegen Afghaninnen? Wie Deutschlands Migrations-Behörde die Rekord-Asylfolgeanträge begründet

Deutschland verzeichnet einen historischen Anstieg bei Asylfolgeanträgen. Im August wurden erstmals seit 2007 mehr Folge- als Erstanträge gestellt. Insgesamt registrierte das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) 8779 Folgeanträge – ein Monatsrekord. Das BAMF führt den Anstieg auf ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) zurück, das afghanischen Frauen weitreichende Schutzrechte zuspricht, berichtet das Nachrichtenportal Apollo News.

MARIO VEDDER / KEYSTONE
Ein vollstaendig vermummte Muslima telefoniert am Mittwoch (20
MARIO VEDDER / KEYSTONE

Konkret stellten afghanische Frauen zwischen Januar und August 2025 insgesamt 9139 Folgeanträge – mehr als im gesamten Vorjahr. Das entspricht 35,5 Prozent aller Folgeanträge. Zum Vergleich: Im selben Zeitraum 2024 waren es lediglich 221 Anträge – ein Zuwachs um über 4000 Prozent.

«Die hohe Zahl an Folgeanträgen kann als Auswirkung dieses Urteils angesehen werden», erklärte das BAMF. Der EuGH hatte im Oktober 2024 entschieden, dass die systematische Diskriminierung von Frauen durch die Taliban in Afghanistan den Tatbestand politischer Verfolgung erfülle.

Nach den Afghanen folgen bei den Folgeanträgen türkische (1730), syrische (653) und irakische Staatsbürger (620). Insgesamt hat das BAMF bis Ende August über 205.000 Asylerstanträge und Folgeanträge entschieden. Die Schutzquote lag bei 20 Prozent. Trotz des Anstiegs sank die Zahl der offenen Verfahren um 1,3 Prozent auf 135.389.

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