In der Talksendung «Maischberger» kam es zum Zusammentreffen zwischen AfD-Chefin Alice Weidel und Sahra Wagenknecht, Gründerin des «Bündnis Sahra Wagenknecht». Zentrales Thema: der Auftritt von Weidel bei Elon Musk und ihre Aussage, Hitler sei eigentlich ein Kommunist gewesen.
Sahra Wagenknecht konnte Weidels Auftritt beim Tech-Milliardär nichts abgewinnen. Statt eines Gesprächs auf Augenhöhe habe es gewirkt, als würde «ein unterwürfiges Fangirl» auf sein Idol treffen.
Screenshot ARD
Zu reden gab auch die Bemerkung von Alice Weidel bei Musk, dass Hitler ein Kommunist und das Gegenteil von «rechts und konservativ» gewesen sei. Erstmals führte die AfD-Kanzlerkandidatin ihre Überlegungen näher aus.
Hitler habe versucht, einen neuen Menschen zu erschaffen, «der in eine Richtung marschiert, die Medien gleichzuschalten und die Staatswirtschaft zu lenken. Das seien Parallelen «mit dem Kommunismus und sozialistischen Systemen». Hitler sei «im Geiste ein Linker» gewesen.
Sahra Wagenknecht kritisierte das als «Geschichtsklitterung». Hitler sei von deutschen Industriellen gefördert worden und habe die Kommunistische Partei verboten.
Alice Weidel warf Sahra Wagenknecht zudem vor, Stalin «zwanzig Jahre hinterhergeeifert» zu haben. Die BSW-Chefin wehrte sich damit, dass ihre Zeit als Kommunistin lange zurückliege. Heute sehe sie «die Dinge anders».
Mit Blick auf die Neuwahlen wies Weidel auf die sinkenden Umfragewerte des BSW hin und schloss daraus, Wagenknecht habe ihre frühere Partei, die Linke, «zerlegt». Sahra Wagenknecht bezeichnete die Aussage als «Arroganz».