Die Spannungen zwischen dem Weissen Haus und der ukrainischen Regierung nehmen zu. US-Präsident Donald Trumps Geduld mit Wolodymyr Selenskyj sei «sehr dünn geworden», erklärte die US-Regierung. Hintergrund sind zähe Friedensverhandlungen mit Russland und Selenskyjs kompromisslose Haltung zur Krim-Frage.
«Der Präsident ist frustriert; seine Geduld ist fast aufgebraucht», sagte Trumps Pressesprecherin Karoline Leavitt. Der US-Präsident wolle Frieden, aber «beide Seiten müssen dazu bereit sein». Selenskyj jedoch bewege sich «in die falsche Richtung», so Leavitt.
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Für Unmut sorgte ein Auftritt Selenskyjs, in dem er erneut eine Anerkennung der russischen Besetzung der Krim kategorisch ausschloss: Die Ukraine werde die Besetzung der Krim nicht rechtlich anerkennen. «Darüber gibt es nichts zu diskutieren», sagte er laut Wall Street Journal.
Trump reagierte scharf: «Solche Aussagen machen es schwer, diesen Krieg zu beenden», schrieb er auf Truth Social. Die Krim sei «nicht einmal ein Diskussionsthema». Er warf Selenskyj vor, die Verhandlungen zu behindern, und stellte die Frage, warum die Ukraine 2014 nicht militärisch reagiert habe.
Die US-Regierung betont zwar, dass niemand von Kiew verlange, die Krim formell als russisch anzuerkennen, mahnt aber zur Kompromissbereitschaft. Friedensgespräche dürften nicht in der Presse ausgetragen werden, so Mediensprecherin Leavitt. Trump selbst drohte, sich aus den Vermittlungsbemühungen zurückzuziehen: Wenn einer der beiden Partner alles blockiere, sage er: «Wir machen nicht mehr mit.»