Economiesuisse, der Gewerbeverband, die Arbeitgeber und die Bauern warnten gestern vor der Bürokratiefalle.
Die Kosten belaufen sich laut einer neuen Berechnung auf 30,4 Milliarden Franken im laufenden Jahr. Eigentlich erstaunlich, dass ausgerechnet Verbände wie Economiesuisse die Schweiz an die EU andocken wollen. Ob dieser Schritt der richtige Weg ist, Bürokratie zu bekämpfen, darf bezweifelt werden.
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Trotzdem lohnt es sich, den Funktionären zuzuhören. Das beste Beispiel dafür, wohin das Land steuert, lieferte Markus Ritter, Mitte-Nationalrat und Präsident des Bauernverbands. Der St. Galler berichtete, seit 2005 sei die Zahl der Landwirtschaftsbetriebe in der Schweiz um ein Viertel zurückgegangen. «Im gleichen Zeitraum wurde der Personalbestand beim Bundesamt für Landwirtschaft jedoch um 1,8 Prozent ausgebaut.» Der oberste Bauer des Landes weiter: «Trotz fortschreitender Digitalisierung braucht es heute mehr Personal dafür, deutlich weniger Betriebe zu administrieren.»
In der kommenden Wintersession der eidgenössischen Räte wird das Budget 2026 debattiert. Ein Ziel müsste sein, endlich einen Personalstopp beim Bundespersonal zu erreichen. Hier müsste man ansetzen. Denn eines ist klar: Mehr Beamte bedeuten auch mehr Bürokratie.