Weniger Lohn, mehr Arbeit: Deutschlands Wirtschaftsweise warnt vor «ungemütlichen» Zeiten
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Weniger Lohn, mehr Arbeit: Deutschlands Wirtschaftsweise warnt vor «ungemütlichen» Zeiten

Deutschlands Arbeitnehmer müssen sich laut der Wirtschaftsweisen Prof. Veronika Grimm auf sinkende Reallöhne und härtere Zeiten einstellen. In einem Interview mit der Bild-Zeitung gab die Volkswirtin der deutschen Wirtschaft die Schulnote 4 und prognostizierte für 2025 das dritte Krisenjahr in Folge.

FILIP SINGER / KEYSTONE
epa12121684 German Council of Economic Experts member Veronika Grimm attends a press conference as the council presents its Spring Report 2025, in Berlin, Germany, 21 May 2025
FILIP SINGER / KEYSTONE

Grimm warnt, dass die Lohnnebenkosten stark steigen dürften – unter anderem wegen mangelnder Reformen bei der Rente und der steigenden Ausgaben für die sozialen Sicherungssysteme. Ihre Schlussfolgerung: «Meine Befürchtung ist, dass die Rahmenbedingungen herausfordernder werden. Da werden wir Entwicklungen sehen, die für die Menschen ungemütlich sind: nämlich wenn weniger Beschäftigung in der Industrie stattfindet, immer mehr in den Bereichen, wo wenig bezahlt wird. Und dagegen muss man anarbeiten. Das muss die Politik leisten, dass man da attraktive Rahmenbedingungen schafft, zum Beispiel Wachstumspotenzial im Bereich KI, Digitalisierung.»

Für die kommenden Jahre schliesst Grimm weder Steuererhöhungen noch einen späteren Renteneintritt aus. Sie hält es für möglich, dass Feiertage gestrichen werden und Rentner sich auf Einsparungen einstellen müssen. Ein höherer Mindestlohn – etwa 15 Euro pro Stunde – sei aus ihrer Sicht kontraproduktiv: «Wenn wir jetzt das Lohngefüge noch mal nach oben verschieben in einer Situation, wo die Arbeitsproduktivität ohnehin niedrig ist, dann haben wir perspektivisch in der internationalen Wettbewerbsfähigkeit ein Problem. Dann kommt die Volkswirtschaft unter Druck.»

Die Prognose für den Arbeitsmarkt ist ebenfalls wenig ermutigend: Grimm rechnet mit einem Rückgang der Beschäftigung in der Industrie, während öffentliche Sektoren wie Gesundheit und Verwaltung wachsen – «keine gesunde» Entwicklung. Ihr Appell an die Politik: Attraktive Bedingungen für Investitionen schaffen, besonders in Bereichen wie Digitalisierung und künstliche Intelligenz.

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