«Wenn du willst, dass wir helfen, frag uns bitte vorher»: Friedrich Merz attackiert Donald Trump
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«Wenn du willst, dass wir helfen, frag uns bitte vorher»: Friedrich Merz attackiert Donald Trump

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«Wenn du willst, dass wir helfen, frag uns bitte vorher»: Friedrich Merz attackiert Donald Trump
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Der deutsche Kanzler Friedrich Merz hat die Kritik von US-Präsident Donald Trump an Deutschland scharf zurückgewiesen und einen anderen Umgang gefordert. «Wenn du willst, dass wir helfen, dann frag uns bitte vorher und nicht über die Zeitungen hinterher», sagte Merz laut der Bild-Zeitung nach einem Telefonat mit Trump.

HANNES P. ALBERT / KEYSTONE
Bundeskanzler Friedrich Merz spricht am FAZ-Kongress in Frankfurt
HANNES P. ALBERT / KEYSTONE

Der Kanzler reagiert damit auf Vorwürfe aus Washington, Deutschland beteilige sich unzureichend an der Sicherung strategischer Handelsrouten und verhalte sich zurückhaltend im aktuellen Konflikt mit Iran. Merz widersprach der Darstellung und betonte, die Folgen des Konflikts beträfen Europa unmittelbar. Zugleich kritisierte er das Vorgehen der USA deutlich: «Was Trump da im Augenblick macht, ist nicht Deeskalation (…) sondern eine massive Eskalation mit offenem Ausgang.»

Auch die strategische Ausrichtung der USA stellt Merz infrage. Insbesondere ein möglicher «Regime-Change» sei aus seiner Sicht kein realistisches Ziel und in der Vergangenheit häufig gescheitert. Er zeigte sich «nicht überzeugt», dass der eingeschlagene Kurs zum Erfolg führen werde.

Im Hintergrund verschärft sich damit der Ton zwischen Berlin und Washington. Trump hatte zuvor die Nato-Partner kritisiert und den amerikanischen Beistand infrage gestellt. Die USA würden enorme Mittel für die Allianz aufwenden, während andere Länder zu wenig beitrügen.

Merz versucht zugleich, die Linie der Bundesregierung zu präzisieren: Deutschland sei grundsätzlich bereit, sich an internationalen Einsätzen zu beteiligen – etwa zur Sicherung der Schifffahrt. Voraussetzung sei jedoch ein Mandat von Nato, EU oder UNO sowie die Zustimmung des Bundestags. Ein unmittelbarer Einsatz stehe derzeit nicht zur Debatte.

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