Wer für die Ukraine kämpft, ist für SRF ein Held. Egal, wie seine Vorgeschichte aussieht. Ein beinahe Verwahrter wird im Staatsfernsehen unkritisch glorifiziert
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Wer für die Ukraine kämpft, ist für SRF ein Held. Egal, wie seine Vorgeschichte aussieht. Ein beinahe Verwahrter wird im Staatsfernsehen unkritisch glorifiziert

Er ist selbstlos. Er fürchtet sich nicht vor dem eigenen Tod. Er will ukrainische Kinder vor dem Tod bewahren. Er kämpft für das Gute.

Das ist das Bild, das SRF am 18. Januar 2023 in einem News-Beitrag vom Schaffhauser Avi Motola zeichnete. Er ist derzeit als Scharfschütze auf der Seite der ukrainischen Armee aktiv.

Avi Motola, srf.ch
Wer für die Ukraine kämpft, ist für SRF ein Held. Egal, wie seine Vorgeschichte aussieht. Ein beinahe Verwahrter wird im Staatsfernsehen unkritisch glorifiziert
Avi Motola, srf.ch

Das könnte ihm Ärger einbringen. Im Beitrag von SRF heisst es mit unverhohlener Empörung: «Anders als in vielen anderen Ländern ist es Schweizern verboten, in fremden Armeen zu dienen. Ein Verstoss wird mit bis zu drei Jahren Gefängnis bestraft.»

Der Knast droht Motola in der Tat, wenn er in seine Heimat zurückkehrt. Aber das wäre kein ungewohntes Umfeld für ihn.

Denn in der Schweiz sass er bereits zehn Jahre hinter Gittern und entkam nur knapp einer Verwahrung, wie der Blick berichtet. Nicht, weil er für das Gute kämpfte. Sondern, weil er eine kriminelle Ader hat.

Seit 2004 hat Avi Motola eine ganze Latte von Vorstrafen gesammelt. Diebstahl, Sachbeschädigung, Urkundenfälschung und Verletzung der Verkehrsregeln, Anklagen wegen Raubversuch und Körperverletzung. Und als Krönung: «Gefährdung des Lebens».

Aber im Beitrag von SRF wird der Familienvater als heldenhafter, selbstloser Kämpfer für das Gute porträtiert. Der sich nur darüber Sorgen macht, dass er nicht zurückkann, weil sein Land es ihm nicht erlaubt, für das Gute zu kämpfen.

Derzeit ist Avi Motala nirgends sicherer als in der Ukraine. Weil er zu Hause gesucht wird. Aktuell läuft ein Rechtshilfegesuch der Schweiz an Israel, den letzten Wohnsitz von Motola. Es geht um ein vermutetes Vermögensdelikt.

Wer das gebührenfinanzierte Staatsfernsehen konsumiert, war im Bann des mutigen Helden, der gegen die bösen Russen kämpft. Völlig unkritisch und ohne Überprüfung seiner Vorgeschichte malte SRF ein romantisches Bild.

Die Wahrheit sieht anders aus.

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