Wer zuhört und witzelt, ist mitschuldig: Aktivistin Theresia Crone fordert Ausweitung des Täterbegriffs bei sexueller Gewalt
Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Abonnemente
Jedes Abo eine Liebeserklärung an die Meinungsvielfalt.
AboDigital
Für alle, die Online lesen wollen
Alle Artikel online lesen
E-Paper inklusive
App (iOS & Android)
AboPrint & Digital
Printausgabe & digital jederzeit dabei
Wöchentliche Printausgabe
Alle Artikel online lesen
E-Paper inklusive
App (iOS & Android)
Sind Sie noch nicht überzeugt? Details zu den Abos
Die Weltwoche

Wer zuhört und witzelt, ist mitschuldig: Aktivistin Theresia Crone fordert Ausweitung des Täterbegriffs bei sexueller Gewalt

Anhören ( 1 min ) 1.0× +
Wer zuhört und witzelt, ist mitschuldig: Aktivistin Theresia Crone fordert Ausweitung des Täterbegriffs bei sexueller Gewalt
Wer zuhört und witzelt, ist mitschuldig: Aktivistin Theresia Crone fordert Ausweitung des Täterbegriffs bei sexueller Gewalt
0:00 -0:00
1.0×
100%
Mehr ▾

Die Debatte über digitale Gewalt weitet sich aus – und stellt zunehmend grundlegende Fragen nach Verantwortung und Täterschaft. In der ARD-Sendung «Caren Miosga» forderte die Aktivistin Theresia Crone eine Abkehr vom klassischen strafrechtlichen Täterbegriff. Crone sagte: «Wir müssen davon wegkommen, Täter nur im strafrechtlichen Sinne zu sehen». Anlass der Diskussion war unter anderem der Fall von Collien Fernandes, die ihrem Ex-Mann vorwirft, über Jahre Fake-Profile in ihrem Namen betrieben und intime Inhalte verbreitet zu haben.

ELISA SCHU / KEYSTONE
Aktivistin Theresia Crone im Park am Gleisdreieck in Berlin
ELISA SCHU / KEYSTONE

Crone machte deutlich, dass aus ihrer Sicht bereits passives Verhalten wie Zuschauen, Nichteingreifen oder das Weiterverbreiten von Inhalten als Form der Beteiligung gewertet werden könne. Auch alltägliche Situationen wie das Billigen problematischer Handlungen im Freundeskreis oder das Dulden von Witzen über sexualisierte Gewalt könnten nach ihrem Verständnis in diese Kategorie fallen. Zuvor hatte sie erklärt, dass in ihrem Fall «Hunderte Männer das kommentiert, geteilt, repostet, mitgemacht» hätten. Daraus leitete sie die Forderung ab, Verantwortung breiter zu definieren – auch im sozialen Umfeld. Männer müssten stärker untereinander über solche Verhaltensweisen sprechen.

Die Aktivistin war kurzfristig in die Runde aufgenommen worden. Zuvor hatte die Redaktion den Anwalt von Christian Ulmen ausgeladen, mit der Begründung, die Besetzung stehe bereits fest – später wurde sie jedoch erweitert. Die Diskussion zeigt: Der Begriff der Täterschaft wird zunehmend über das Strafrecht hinaus interpretiert.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 01.04.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.