Cédric Wermuth (SP) richtet seine ganze Energie mit missionarischem Eifer auf die Bekämpfung der SVP.
Kaum war die Abstimmungsschlacht am Sonntagnachmittag geschlagen, verschickte er Propaganda-Mails und blies bereits zum Widerstand gegen die nächste SVP-Initiative. Die «extreme SVP-Initiative» stehe vor der Tür, polterte der Aargauer Nationalrat. Im Wortlaut: «Am 14. Juni kommt die SVP-Chaos-Initiative (10-Millionen-Initiative) an die Urne.» Und weiter: «Sie erzwingt die Kündigung der bilateralen Verträge mit der EU – schon bei minimalem Bevölkerungswachstum.» Der Chefgenosse hat es sich zum Sport gemacht, mit einer überfliessenden Hartnäckigkeit das Stimmvolk immer tiefer zu verwirren.
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Wie kann man von einem minimalen Bevölkerungswachstum sprechen, wenn wir schon Ende 2024 die 9-Millionen-Marke geknackt haben und mit grossen Schritten der 10-Millionen-Schweiz immer näher kommen?
Diese Bevölkerungsexplosion stellt uns vor immense Probleme in zahlreichen Bereichen. Während uns der Bund und die Migrationsbehörden stetig weismachen wollen, dass sehr viele Zuwanderer auch wieder wegziehen.
Es kann ja sein, dass Wermuth in seinem Alltag überfüllte Strassen und öffentliche Verkehrsmittel, überhöhte Mieten und Krankenkassenprämien – alles Auswüchse der massiven Zuwanderung – nicht tangieren. Aber viele Schweizerinnen und Schweizer haben nicht so viel Glück.
Sozialist Wermuth will offenbar gar nicht mehr das Leben der Menschen in diesem Lande verbessern oder erleichtern. Ihm geht es nur noch darum, die Initiativen der SVP zu stoppen – egal, wie berechtigt deren Anliegen sind und ob sie der Bevölkerung zugutekommen.
Das ist ein ziemlich asoziales Programm – für den Verfechter von angeblich sozialen Anliegen.