Wie der Nahost-Krieg Russlands Staatskasse füllt
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Wie der Nahost-Krieg Russlands Staatskasse füllt

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Russland verdient derzeit bis zu 150 Millionen Dollar pro Tag zusätzlich an seinen Ölexporten. Das berichtet die Financial Times unter Berufung auf Branchenanalysen und Marktdaten. Grund ist der starke Anstieg der Ölpreise infolge des Konflikts im Nahen Osten.

Seit Beginn der Krise spülen die höheren Preise bereits zwischen 1,3 und 1,9 Milliarden Dollar zusätzlich in die russische Staatskasse. Hintergrund ist die angespannte Lage rund um die Strasse von Hormus, eine der wichtigsten Schlagadern des globalen Ölhandels. Weil dort weniger Öl aus dem Nahen Osten auf den Weltmarkt gelangt, weichen grosse Abnehmer auf andere Lieferanten aus – und greifen verstärkt zu russischem Rohöl. Vor allem Indien und China erhöhen ihre Käufe deutlich.

MIKHAIL METZEL / SPUTNIK / KREML / KEYSTONE
Wladimir Putin.
MIKHAIL METZEL / SPUTNIK / KREML / KEYSTONE

Zugleich hat Washington den Druck auf Indien reduziert, kein russisches Öl mehr zu kaufen. In der Folge steuern derzeit zahlreiche Tanker mit russischem Rohöl über den Indischen Ozean Richtung Indien. Daten des Analyseunternehmens Kpler zeigen, dass die indischen Importe russischen Öls zuletzt auf rund 1,5 Millionen Barrel pro Tag gestiegen sind – etwa 50 Prozent mehr als Anfang des Monats.

Für Moskau kommt der Preissprung zu einem bedeutenden Zeitpunkt: Noch zu Jahresbeginn geriet der Staatshaushalt spürbar unter Druck. Die Einnahmen aus Öl und Gas lagen in den ersten beiden Monaten fast 50 Prozent unter dem Vorjahr, das Haushaltsdefizit wuchs entsprechend an.

Nun werden russische Rohölsorten deutlich teurer verkauft als noch in den Monaten zuvor. Jeder Anstieg des Ölpreises um 10 Dollar pro Barrel bringt dem russischen Staat laut Analysten rund 1,63 Milliarden Dollar zusätzliche Steuereinnahmen pro Monat. Sollten die aktuellen Preise anhalten, könnte Russland laut Berechnungen bis Ende März insgesamt zusätzliche Einnahmen von 3,3 bis 4,9 Milliarden Dollar erzielen.

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