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Kanzler Friedrich Merz hat in der Stadtbild-Debatte Selbstkritik geübt. «Ich hätte vielleicht früher sagen sollen, was ich konkret damit meine. […] Das würde ich heute anders machen», sagte Merz in der ARD-Sendung «Arena».
Merz betonte, seine Aussagen hätten sich nie auf das Aussehen von Menschen bezogen. Es gebe aber Städte, die «völlig verwahrlosen». Das habe mit Missständen zu tun, die man «ändern» müsse. Zugleich stellte Merz klar: «Wir brauchen Migration, wir brauchen Einwanderung. Der ganze medizinische Sektor, der Pflegebereich, viele andere Bereiche – ohne diejenigen, die aus anderen Ländern kommen, geht es einfach nicht mehr.» Diese Differenzierung wolle er künftig stärker betonen.
Der CDU-Politiker wiederholte zugleich seine Forderung, dass sich alle, die in Deutschland leben, an die Regeln halten müssten. «Und wenn sie es nicht tun, müssen sie gehen.»