Donald Trump kündigt einen baldigen Abzug der amerikanischen Streitkräfte aus dem Iran an – unabhängig von einer Einigung mit Teheran. Der US-Präsident sagte am Dienstag: «Wir bringen die Sache zu Ende, und ich denke, dass wir dafür vielleicht zwei Wochen brauchen, vielleicht ein paar Tage länger.»
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Demnach sollen die militärischen Operationen in einem Zeitraum von zwei bis drei Wochen beendet werden. Der Abzug hänge nicht von Verhandlungen mit dem Iran ab. Trump betonte ausdrücklich: «Ob wir eine Einigung haben oder nicht, ist irrelevant». Ziel der USA sei es allein gewesen, sicherzustellen, dass der Iran keine Atomwaffen entwickeln könne.
Gleichzeitig distanziert sich Washington von der Sicherung der strategisch zentralen Strasse von Hormus. Trump erklärte, dies sei nicht Aufgabe der USA. Staaten, die auf Energieimporte angewiesen seien, müssten selbst für die Sicherheit der Route sorgen. «Was mit der Meerenge passiert, geht uns nichts an», sagte der Präsident und forderte insbesondere europäische und asiatische Länder auf, ihre Versorgung eigenständig sicherzustellen.
Auch US-Verteidigungsminister Pete Hegseth stützte diese Linie. Die Verantwortung für die Region liege nicht länger allein bei den Vereinigten Staaten. Gleichzeitig bezeichnete er die kommenden Tage im Konflikt als «entscheidend», schloss aber einen Einsatz von Bodentruppen nicht aus.
Die Aussagen markieren eine klare strategische Verschiebung: Während die USA militärisch weiter angreifen, bereiten sie zugleich den Rückzug vor und übertragen sicherheitspolitische Verantwortung an andere Staaten.